Barnhill

The Divine Voice in Paul’s Letters

The Use of Scripture as Theopoiesis and Paul’s Characterization of God

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200641-7

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

In englischer Sprache

Umfang: 520 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200641-7

Produktbeschreibung

In dieser Studie zeigt Gregory M. Barnhill die theologische Bedeutung der zahlreichen Stellen in den Paulusbriefen auf, an denen Paulus göttliche Rede in der Ich-Perspektive aus den jüdischen Schriften zitiert. Der Autor analysiert systematisch achtundzwanzig Fälle göttlicher Rede in der Schrift und untersucht deren rhetorische und theologische Implikationen, wobei er über bisherige Beobachtungen dieses Phänomens hinausgeht. Um die paulinischen Zitate göttlicher Ich-Rede historisch zu verorten, stützt sich die Studie auf die rhetorische Praxis der "Rede in fremder Rolle" ( prosopopoeia ), ein Konzept poetischer Überzeugungskunst, das das Pathos solcher Reden hervorhebt, sowie auf die hermeneutische Technik der Segmentierung, wie sie von Forschern jüdischer Auslegungspraxis beschrieben wurde. Auf der Grundlage dieser Praktiken schlägt der Autor den Begriff Theopoiesis als geeignete Kurzbezeichnung für den paulinischen Gebrauch der göttlichen Stimme durch Schriftzitate vor. Er definiert ihn als den kreativen Einsatz von Schriftworten durch Paulus im neuen Kontext seiner Briefe, um Gott zu charakterisieren und Gottes Gegenwart durch Rede wirksam werden zu lassen, sodass die Adressaten der paulinischen Briefe Gott beim Hören der Briefe sowohl verstehen als auch ihm begegnen konnten. Abschließend zeigt der Autor, welche Bedeutung die von Paulus praktizierte Theopoiesis für die Frage nach seinem Gottesverständnis besitzt. Die göttlichen Reden liefern eindeutige Belege dafür, dass Paulus Gott unter dem Einfluss des apokalyptischen Christusereignisses und der daraus hervorgehenden theologischen Erkenntnistheorie in neuer Weise verstanden hat. Zwar greift Paulus auf traditionelle jüdische Gottesvorstellungen und auf die Schriften zurück, um die göttliche Stimme zu gestalten; seine Schriftauslegung und sein Gottesverständnis sind jedoch letztlich durch den schöpferischen Einfluss des Christusereignisses grundlegend transformiert worden.
In this study, Gregory M. Barnhill demonstrates the theological significance of the many instances in Paul's letters in which he quotes first-person divine speech from the Jewish Scriptures. The author systematically analyzes twenty-eight instances of God's scriptural speeches and considers their rhetorical and theological implications, going beyond previous observations of the phenomenon. To ground Paul's use of first-person speech quotations historically, the study draws upon the rhetorical practice of "speech-in-character" ( prosopopoeia ), a concept of poetic persuasion that emphasizes the pathos of such speeches, and the hermeneutical technique of segmentation as developed by scholars of Jewish exegetical practices. Based upon these practices, the author proposes the term theopoiesis as a suitable shorthand for Paul's use of the divine voice through Scripture quotations, defining it as Paul's creative use of scriptural words in the new context of his letters to characterize God and to invoke God's presence through speech so that Paul's audiences would both understand and encounter God as they listened to Paul's letters. Finally, the author shows what Paul's uses of theopoiesis mean for the question of Paul's understanding of God. God's speeches provide clear evidence that Paul has understood God in new ways under the influence of the apocalyptic Christ-event and its resulting theological epistemology. While Paul draws upon traditional Jewish concepts of God and upon the Scriptures to construct the divine voice, Paul's reading of the Scriptures and understanding of God have ultimately been transformed because of the generative influence of the Christ-event.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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