Baumgartner

Der "Neue Mensch" im Roten Gemeindebau

Zur Bedeutung des kommunalen Wohnbaus für die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschösterreichs in der Zeit des Roten Wien von 1918 bis 1934

Logos

ISBN 978-3-8325-6020-1

lieferbar, ca. 10 Tage

Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 91 S.

Format (B x L): 14,5 x 21 cm

Verlag: Logos

ISBN: 978-3-8325-6020-1

Produktbeschreibung

Der Zeitraum des Roten Wien von 1919 bis 1934 markiert einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte Wiens. Die Bezeichnung "Rotes Wien" steht für eine politische Einordnung, da von 1919 bis 1934 die Sozialdemokratische Partei Deutschösterreichs wiederholt die absolute Mehrheit bei Wiener Wahlen erringen konnte. Mehrere große kommunale Wohnbauprogramme, die innerhalb kurzer Zeit die Errichtung von etwa 400 Gemeindebauten mit insgesamt mehr als 60 000 Wohnungen ermöglichten, waren ein Ergebnis politischer Maßnahmen im sozialdemokratisch regierten Wien. Die vorliegende Arbeit stellt die Frage inwieweit diese Anstrengungen in der Wohnpolitik nicht nur durch vorherrschende Wohnungsnot und Wohnelend, sondern auch durch sozialdemokratische Perspektiven auf Mensch und Gesellschaft begründet sein könnten. Dabei werden normative Vorstellungen der Bewohner*innen sowie das Konzept des "Neuen Menschen" herausgearbeitet. Im Fokus einer Diskursanalyse stehen mögliche Beziehungen zwischen sozialdemokratischer Politik, der Architektur des kommunalen Wohnbaus und den raumbezogenen Praxen der Bewohner*innen. Exemplarisch ermöglicht dies einen Blick auf sichtbare Machtstrukturen in den Gemeindebauten und zugleich auf die Großstadt Wien in dieser Zeit.

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