Die Vereinbarkeit der ATAD mit europäischem Recht am Beispiel der Hinzurechnungsbesteuerung
Europarechtskonformität und Anwendungsfragen
Duncker & Humblot
ISBN 978-3-428-19856-6
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Softcover
2026
Umfang: 210 S.
Format (B x L): 15.7 x 23.3 cm
Gewicht: 400
Verlag: Duncker & Humblot
ISBN: 978-3-428-19856-6
Produktbeschreibung
Die Arbeit untersucht die Rechtmäßigkeit der Anti-Tax-Avoidance-Directive (ATAD) unter europarechtlichen und verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten am Beispiel der Hinzurechnungsbesteuerung. Ausgehend vom Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung wird zunächst analysiert, welche Kompetenzen die Mitgliedstaaten der EU im Bereich der direkten Steuern übertragen haben. Die Untersuchung ergibt, dass die EU beim Erlass der ATAD außerhalb ihres Kompetenzbereichs gehandelt hat und die Tatbestandsvoraussetzungen der Ermächtigungsgrundlage des Art. 115 AEUV nicht vorliegen. Die ATAD verstößt zudem gegen das Subsidiaritätsprinzip und ist unverhältnismäßig, da die Vorschriften zur Hinzurechnungsbesteuerung sowohl die Niederlassungsfreiheit als auch die Kapitalverkehrsfreiheit beschränken, ohne dass diese Beschränkungen hinreichend gerechtfertigt werden können. Die Arbeit qualifiziert die ATAD als Ultra-vires-Rechtsakt und untersucht die sich daraus ergebenden Folgen für das nationale Umsetzungsgesetz sowie die Rechtsschutzmöglichkeiten der Steuerpflichtigen. Ein Nachwort ordnet die Ergebnisse in den Kontext jüngster Entwicklungen ein.
Autorinnen und Autoren
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