Bönte

Erschienen: 17.08.2026

Die Vergangenheit in mir

Meine Familie und die Schatten des Nationalsozialismus

wbg Academic in Herder

ISBN 978-3-534-61153-9

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Bibliografische Daten

Sachbuch

Buch. Hardcover

2026

30 s/w-Abbildungen, Farbabbildungen.

Umfang: 352 S.

Format (B x L): 12,5 x 20,5 cm

Gewicht: 494

Verlag: wbg Academic in Herder

ISBN: 978-3-534-61153-9

Produktbeschreibung

Während eines durch Angststörungen bedingten Klinikaufenthalts gewinnt der Journalist Andreas Bönte erste erschreckende Einblicke in die eigene Familiengeschichte. Weitere Nachforschungen ergeben: Sein Großvater, der sich im Dezember 1944 das Leben genommen hatte, war in führender Position in der SA aktiv gewesen und hatte am 9. November 1938, der »Reichskristallnacht«, einen Schlägertrupp angeführt. Seine Mutter war begeistertes Mitglied des BDM, fand ihren Vater erschossen im Elternhaus. Aufgrund der Traumata und der Scham wird die NS-Vergangenheit der Familie jahrzehntelang totgeschwiegen. In seinem Buch erzählt Andreas Bönte von seiner Recherche, die ihn mit der Nazivergangenheit der eigenen Familie konfrontiert, seinem Eintauchen in eine Welt des Verdrängten und der Übertragung der Traumata auf ihn. Erfahrungen, die viele aus der Boomergeneration mit ihm teilen. Mit zahlreichen Bilddokumenten aus dem Archiv des Autors.
Die Vergangenheit verstehen, um die Gegenwart zu begreifen: Andreas Bönte begibt sich auf eine zutiefst persönliche Spurensuche, die ihn mitten hinein in die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte führt. Erst mit 37 Jahren erfährt der Journalist Andreas Bönte zufällig, dass sein Großvater Peter Wiborg ein überzeugter Nationalsozialist, SA-Führer und Beteiligter der Reichspogromnacht war. Zur selben Zeit kämpft Bönte selbst mit einer schweren Angststörung. Kann es sein, dass die Verbrechen, Traumata und das jahrzehntelange Schweigen seiner Familie in sein eigenes Leben hineinwirken? Nach dem Tod seiner Eltern und seines Onkels stößt er auf Kisten voller Fotos, Dokumente und NS-Relikte. Was als historische Recherche beginnt, wird zu einer bewegenden Reise durch vier Generationen und zu einer Auseinandersetzung mit Schuld, Verdrängung und den seelischen Folgen des Nationalsozialismus. Dieses eindringliche Buch verbindet: eine erschütternde Familiengeschichte aus der NS-Zeit die Aufdeckung der Beteiligung eines Angehörigen an den Novemberpogromen 1938 journalistische Recherche in Archiven und an historischen Schauplätzen neue Erkenntnisse über transgenerationale Traumata und familiäres Schweigen aktuelle Fragen zu Erinnerungskultur, Antisemitismus und dem Schutz der Demokratie Mit großer Offenheit erzählt Andreas Bönte von seiner Suche nach Wahrheit, von den Wunden, die Diktatur und Krieg hinterlassen, und von den Spuren, die sie über Generationen hinweg in Familien hinterlassen können. Dabei zeigt er, wie eng persönliche Biografien und deutsche Zeitgeschichte miteinander verwoben sind. Die Vergangenheit in mir ist ein bewegendes Buch über Nationalsozialismus, Holocaust, Familiengeschichte und Erinnerung. Vor allem aber macht es Mut, den verschwiegenen Geschichten der eigenen Herkunft nachzugehen. Denn wer die Schatten der Vergangenheit erkennt, gewinnt oft einen neuen Blick auf sich selbst, die eigene Familie und die Verantwortung für die Zukunft.

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Verlag Herder GmbH

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