Übersetzte Welten
Kulturelle Übersetzungsprozesse in deutschsprachiger Gegenwartsliteratur
transcript
ISBN 978-3-8376-7745-4
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Softcover
2025
Umfang: 228 S.
Format (B x L): 14,8 x 22,5 cm
Gewicht: 408
Verlag: transcript
ISBN: 978-3-8376-7745-4
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Gegenwartsliteratur; 35
Produktbeschreibung
Obwohl Mehrsprachigkeit in der Gesellschaft allgegenwärtig ist, tritt sie in der Literatur meist nur unterschwellig auf. Ich widme mich dieser bisher weniger beachteten Form der literarischen Mehrsprachigkeit, die von der gelebten Realität vieler Menschen zeugt. Das Thema liegt mir persönlich auch sehr nahe, denn ich habe lange in Montréal gelebt – einer Stadt, in der Code-Switching und mehrsprachige Konversationen zum Alltag gehören, ebenso wie die politische Dimension von Sprache.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Um diese Übersetzungsprozesse zu beschreiben, verwende ich ganz konkret Begriffe aus der Translationstheorie. Dabei zeige ich unter anderem, welche Formen der Übersetzung in den Romanen vorkommen, wie beispielsweise Städte als Übersetzungsorte oder Wörterbücher und Stifte als Übersetzungsobjekte, oder wie die Gattung des Berliner Romans als Geste der Selbstübersetzung verwendet wird. So findet ein theoretischer Transfer von der Übersetzungstheorie in die literaturwissenschaftliche Forschung statt.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Neben der Diskussion um einen ›translational turn‹ in den letzten 20 Jahren hat sich die Forschung zunehmend mit Fragen der ›Sprachigkeit‹ von Texten beschäftigt: Wie einsprachig oder mehrsprachig ist die Literatur, gerade in einem Europa, das noch stark vom sogenannten ›monolingualen Paradigma‹ (Yildiz) geprägt ist? Dabei wird nicht nur die Einsprachigkeit von Texten infrage gestellt, sondern sogar die Grenzen zwischen Sprachen überhaupt.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Mit Sherry Simon. Als Übersetzungswissenschaftlerin hat sie spannende Studien zu realen, nicht-fiktionalen, gelebten Übersetzungsphänomenen in Großstädten verfasst, die einen wichtigen Einfluss auf meine Forschung haben. Gerne würde ich mich mit ihr darüber austauschen, wie diese Realitäten in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur repräsentiert werden.
5. Ihr Buch in einem Satz:
In übersetzten Welten wird über alles Mögliche gesprochen, besonders aber über Essen und Trinken: Salate, Eintöpfe, Weine, Schokolade und vieles mehr!
Autorinnen und Autoren
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