Brown

The Sign of Jonah in Luke, Acts, and Matthew

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200774-2

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2027

In englischer Sprache

Umfang: 260 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200774-2

Produktbeschreibung

J. Tyler Brown challenges prevailing views of the Sign of Jonah, arguing that the Sign matters more to the Lucan writings and Matthew's Gospel than is conventionally recognized, in both the extent of its influence and its narrative centrality. Whereas much scholarship regards Jonah's Sign as fundamentally condemnatory, both Evangelists understand it as a positive sign provoking Israel to repentance. Adopting a synthetic and intertextual approach, the author examines for the first time the complete range of Jonah's influence throughout Luke, Acts, and Matthew, including explicit references and literary allusions. He situates them within Jonah's ancient Jewish reception and in eastern Mediterranean sources spanning the Second Temple period through late antiquity, notably the neglected Pseudo-Philonic De Jona . Ancient Jewish interpreters of Jonah typically foreground divine mercy, understand Nineveh's salvation as affirming rather than subverting Israel's election, and integrate Jonah's deliverance into the whole narrative, with multiple sources linking it to the Red Sea crossing. In Luke's Gospel and Acts, the Sign unfolds as a scripturally ordained sequence: suffering, resurrection on the third day, proclamation of repentance to all nations. Jonah uniquely prefigures this sequence in order. For Matthew, the Sign is the Son of Man's burial in the earth's heart for three days and nights, addressed especially to the scribes and Pharisees. Each Evangelist's stilling-of-the-storm pericope foreshadows his version of Jonah's Sign. Reception-historical analysis of the Evangelists' ancient Christian interpreters attests these findings; at the same time, the study refutes the claim that Matthew and Luke are responsible for later anti-Jewish readings of Jonah.
J. Tyler Brown stellt die vorherrschenden Auffassungen zum Zeichen des Jona in Frage und argumentiert, dass diesem sowohl für das lukanische Doppelwerk als auch für das Matthäusevangelium eine wesentlich größere Bedeutung zukommt, als gemeinhin angenommen wird, sowohl hinsichtlich des Ausmaßes seines Einflusses als auch seiner zentralen narrativen Funktion. Während ein Großteil der Forschung das Zeichen des Jona grundsätzlich als Gerichtswort versteht, deuten beide Evangelisten es als ein positives Zeichen, das Israel zur Umkehr aufruft. Unter Anwendung eines synthetischen und intertextuellen Ansatzes untersucht der Autor erstmals die gesamte Bandbreite des Jonamotivs in Lukas, der Apostelgeschichte und Matthäus, einschließlich expliziter Verweise und literarischer Anspielungen. Er verortet diese innerhalb der antik-jüdischen Rezeptionsgeschichte des Jona sowie in Quellen aus dem östlichen Mittelmeerraum, die von der Zeit des Zweiten Tempels bis in die Spätantike reichen, insbesondere in der bislang vernachlässigten pseudo-philonischen Schrift De Jona . Antik-jüdische Ausleger des Jona heben typischerweise die göttliche Barmherzigkeit hervor, verstehen die Rettung Ninives als Bestätigung und nicht als Infragestellung der Erwählung Israels und integrieren Jonas Errettung in die Gesamterzählung, wobei mehrere Quellen sie mit dem Durchzug durch das Schilfmeer in Verbindung bringen. Im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte entfaltet sich das Zeichen als eine von der Schrift vorgezeichnete Abfolge: Leiden, Auferstehung am dritten Tag und die Verkündigung der Umkehr an alle Völker. Allein Jona präfiguriert diese Abfolge, und zwar in genau dieser Reihenfolge. Im Matthäusevangelium besteht das Zeichen im dreitägigen und dreinächtigen Verweilen des Menschensohnes im Herzen der Erde und richtet sich insbesondere an die Schriftgelehrten und Pharisäer. Bei beiden Evangelisten deutet die Sturmstillungsperikope auf ihre je eigene Fassung des Zeichens voraus. Eine rezeptionsgeschichtliche Analyse der antiken christlichen Ausleger der Evangelisten bestätigt diese Ergebnisse; zugleich widerlegt die Studie die Behauptung, Matthäus und Lukas seien für spätere antijüdische Deutungen des Jona verantwortlich.

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Jana Trispel

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