Verrat!
Konstruktion und Deutung eines Stigmas im spätmittelalterlichen England
Campus eBooks
ISBN 978-3-593-46502-9
Standardpreis
Bibliografische Daten
eBook. PDF. Weiches DRM (Wasserzeichen)
2026
Umfang: 378 S.
Verlag: Campus eBooks
ISBN: 978-3-593-46502-9
Produktbeschreibung
Verrat ist ein schwerwiegender Vorwurf - und ein umstrittener. Matthias Büttner untersucht dieses Phänomen im spätmittelalterlichen England und geht dabei über rein juristische Kategorien hinaus: Er zeigt, wie Verrat gesellschaftlich konstruiert und kulturell gedeutet wurde. Von der Rebellion gegen Henry III. über die Absetzung Edwards II. bis zum Hundertjährigen Krieg führten Zeitgenossen im 13. und 14. Jahrhundert erbitterte Deutungskämpfe darüber, wer als Verräter zu gelten hatte - und warum. Dabei spielten neben Gesetzen und Statuten mächtige Deutungsmuster eine Rolle: Die Judaserzählung etwa lieferte archetypische Bilder von Arglist und Schuld. Kulturelle Stereotype stigmatisierten ganze Völker. Historische Ursprungsmythen rechtfertigten Herrschaftsansprüche. Anhand vielfältiger Quellen eröffnet die Studie neue Perspektiven auf Englands politische Kultur sowie auf Logiken und Mechanismen der Devianzzuschreibung, Identitätskonstruktion und Kontingenzbewältigung.
Autorinnen und Autoren
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