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Caminada

Vom Gemeingeist zum Habitus: Husserls Ideen II

Sozialphilosophische Implikationen der Phänomenologie

Springer International Publishing

ISBN 978-3-319-97985-4

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Bibliografische Daten

eBook. PDF. Weiches DRM (Wasserzeichen)

2018

XIX, 375 S..

Umfang: 375 S.

Verlag: Springer International Publishing

ISBN: 978-3-319-97985-4

Weiterführende bibliografische Daten

Produktbeschreibung

Dieses Buch bietet die erste systematische Interpretation von Husserls Ideen für eine reine Phänomenologie und phänomenologische Philosophie anhand der neuen kritischen Edition von Ideen II (Hua IV/V). Es ermöglicht eine phänomenologische Auslegung des allgemein-metaphysischen Problems, wie physische, mentale und soziale Tatsachen zusammenhängen. Das Buch diskutiert und interpretiert detailliert einige von Husserls zentralen Konzeptionen und zeigt die Konsequenzen seines Denkansatzes und seiner Theorieentwicklung. Natur und Gemeingeist sind Husserl zufolge die Grundbegriffe der naturalistischen und der personalistischen Einstellungen und dienen als Leitfaden der Unterscheidung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. In der kritischen Auseinandersetzung mit diesem wissenschaftstheoretischen Dualismus führt Husserl den Habitus-Begriff methodisch ein, um das Verhältnis von Natur- und Sozialontologie aus der konkreten Erfahrung heraus phänomenologisch neu zu deuten, womit der spätere, anti-dualistische Weg der Lebensweltphänomenologie vorbereitet wird. In Husserls Studien zur Regionalontologie des Gemeingeistes rückt das konkrete Subjekt in den Vordergrund der Intentionalitätsanalyse, indem die sinntragenden Elemente der Inaktualitität auf Habitualisierungsprozesse und die Intersubjektivität auf Sozialisierungsstufen zurückgeführt werden. Dank der durch den Habitus-Begriff ermöglichten klaren Unterscheidung zwischen konstituierender Aktualität und konstitutiver Relevanz des inaktuellen Horizonts kann Husserls Philosophie des Geistes als individualistisch und holistisch zugleich gelten. Dieser ontologischen Position entspricht auch Husserls sozialepistemologische Ansicht, dass sich Wissenschaften erst im Rahmen idealisierter Sozialstrukturen entfalten können. Durch diese idealisierenden Operationen wird die Konstitution der Objektivität möglich, welche die Wissenschaften anstreben. Deren Rationalität ist deshalb in ihrenkonkreten und idealisierten Sozialitätsstufen und Habitualitäten zu befragen.
Es liefert die erste systematische Interpretation von Husserls Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie anhand der neuen kritischen Edition von Ideen II (Hua IV-2/V-2). Es ist die erste systematische Untersuchung der Begriffe „Gemeingeist“ und „Habitus“ in ihrer methodischen Entwicklung. Es zeigt die Relevanz der husserlschen Phänomenologie für die aktuelle Sozialontologie, die Philosophie des Geistes und die Metaphysik.

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