Fegert / Gerke / Frühauf

Das Narrativ »Rituelle Gewalt«

Verschwörungsmythen und toxische Beziehungen in Psychotherapie und Beratung

ISBN 978-3-96605-383-9

Standardpreis


65,00 €

Jetzt vorbestellen! Wir liefern bei Erscheinen (Erscheint vsl. November 2026)

Preisangaben inkl. MwSt. Abhängig von der Lieferadresse kann die MwSt. an der Kasse variieren. Weitere Informationen

Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 520 S.

Format (B x L): 16,5 x 24 cm

ISBN: 978-3-96605-383-9

Weiterführende bibliografische Daten

Produktbeschreibung

Wie therapeutische Annahmen Erinnerungsprozesse und Selbstwahrnehmung prägen Das Narrativ »Rituelle Gewalt« hat die öffentliche Debatte um sexualisierte Gewalt sowie die Fachdebatten um Kinderschutz, Traumatherapie und Beratung polarisiert. Es berührt nicht nur grundlegende Fragen in Bezug auf sexualisierte Gewalt, es wirft zum Teil auch falsche Fragen in Bezug auf die Glaubhaftigkeit von Betroffenenberichten auf. Im Buch wird die verhärtete Polarisierung überwunden und eine verbindende fachliche Haltung vertreten, welche die Anerkennung von Gewalterfahrungen mit einer kritischen Prüfung ungesicherter therapeutischer Interpretationen, suggestiver Prozesse und diagnostischer Engführungen verschränkt. Diese Studie lenkt den Blick auf Patient*innen, die in ihrer Kindheit und Jugend Traumata erlebt haben, von denen sie den Behandelnden berichten. Problematisiert wird die Vermutung, die Patient*innen müssten Schlimmeres, »rituelle Gewalt«, erlebt haben, um ihre Symptomatik erklären zu können. Anhand narrativer Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen sowie von Behandlungsdokumenten wird rekonstruiert, wie - untermauert durch die Diagnose einer Dissoziativen Identitätsstörung - eine gemeinsame Suche nach vermeintlich nicht erinnerten Gewalterfahrungen in Gang gesetzt wird. Dabei können Annahmen über geheime, reiche und mächtige Tätergruppen, »Mind Control«, Programmierung und Amnesien zu fortbestehenden Gewalterfahrungen zwar scheinbar Erklärungen und Orientierung bieten, aber auch Selbstwahrnehmung, soziale Beziehungen, Autonomie und Teilhabe der Betroffenen tiefgreifend beeinträchtigen. Aus der Analyse therapeutischer Verstrickungen und toxischer Behandlungsdynamiken wird abgeleitet, wie eine reflektierte, wissenschaftlich fundierte und ethisch verantwortungsvolle Therapie von Traumafolgestörungen und Dissoziativen Identitätsstörungen aussehen kann. Gerade die Kapitel über Gedächtnis, Suggestion, Beweisproblematik, professionelle Verantwortung und die Schlussfolgerungen für die therapeutische Praxis dürften neben den erschütternden Interviews und Dokumenten Interesse hervorrufen.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Psychiatrie Verlag GmbH

Ursulaplatz 1
50668 Köln, DE

info@psychiatrie-verlag.de

Topseller & Empfehlungen für Sie

Ihre zuletzt angesehenen Produkte

Rezensionen

Dieses Set enthält folgende Produkte:
    Auch in folgendem Set erhältlich:

    • nach oben

      Ihre Daten werden geladen ...