Giaro

The Polish Code of Obligations of 1933

Historical Roots and Comparative Context

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200503-8

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Hardcover

2026

In englischer Sprache

Umfang: 530 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200503-8

Weiterführende bibliografische Daten

Produktbeschreibung

The 1933 Polish Code of Obligations was the only comprehensive private-law codification enacted in East Central Europe during the interwar period, with the sole exception of the Latvian Civil Code of 1937. The present volume compares the Polish achievement with the Austrian, German, French, and Russian codes that remained at that time in force in Poland, as well as with the Swiss Code of Obligations of 1911 and the Franco-Italian Draft Code of 1927. The central question addressed is whether the Polish codifiers, under the leadership of Roman Longchamps de Berier, merely borrowed Western solutions or succeeded also in developing original contributions of their own. As a short-lived piece of legislation, entering into force in July 1934 and effectively becoming a dead letter five years later with the outbreak of the Second World War, the Polish Code of Obligations has remained largely unknown among comparative legal scholars. In the post-war period, Soviet communism profoundly reshaped Polish civil law. Despite its practical obsolescence, the Code of Obligations formally remained in force until the entry into force of the Polish Civil Code of 1964 the codification of "actually existing" state socialism. The volume is divided into three parts: Inspirations, Institutions, and Receptions. The first examines the influence of foreign legal systems on the codification process. The second analyses the distinctive legal institutions introduced by the 1933 Code of Obligations. The third traces the influence of the Polish Code in East Central Europe during the interwar period. The book concludes with a General Outlook which explores the broader significance of the Code of Obligations within the history of Polish private law.
Das polnische Schuldgesetzbuch von 1933 war mit Ausnahme des lettischen Zivilgesetzbuchs von 1937 die einzige umfassende privatrechtliche Kodifikation, die in Ostmitteleuropa in der Zwischenkriegszeit erlassen wurde. Der vorliegende Band vergleicht diese polnische Leistung mit den österreichischen, deutschen, französischen und russischen Kodifikationen, die damals in Polen weiterhin galten, sowie mit dem Schweizerischen Obligationenrecht von 1911 und dem französisch-italienischen Entwurf von 1927. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die polnischen Kodifikatoren unter der Leitung von Roman Longchamps de Berier lediglich westliche Lösungen übernahmen oder auch eigene originelle Beiträge entwickelten. Als kurzlebige Gesetzgebung im Juli 1934 in Kraft getreten und mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fünf Jahre später faktisch gegenstandslos geworden blieb das polnische Schuldgesetzbuch der rechtsvergleichenden Forschung weitgehend unbekannt. In der Nachkriegszeit wurde das polnische Zivilrecht durch den sowjetischen Kommunismus grundlegend umgestaltet. Trotz seiner praktischen Überholung blieb das Schuldgesetzbuch formal bis zum Inkrafttreten des polnischen Zivilgesetzbuchs von 1964, der Kodifikation des „real existierenden" Staatssozialismus, in Kraft. Der Band gliedert sich in drei Teile: Inspirationen, Institutionen und Rezeptionen. Der erste Teil untersucht den Einfluss ausländischer Rechtsordnungen auf den Kodifikationsprozess. Der zweite analysiert die besonderen rechtlichen Institutionen, die durch das Schuldgesetzbuch von 1933 eingeführt wurden. Der dritte verfolgt den Einfluss des polnischen Gesetzbuchs in Ostmitteleuropa während der Zwischenkriegszeit. Den Abschluss bildet ein General Outlook, der die weitergehende Bedeutung des Schuldgesetzbuchs für die Geschichte des polnischen Privatrechts beleuchtet.

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Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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