Sozialismus im Kino
Filmische Erinnerungen an die DDR und die Sowjetunion zwischen Politik, Kunst und Kommerz
transcript
ISBN 978-3-8376-7356-2
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Softcover
2024
7 s/w-Abbildungen, 54 Farbabbildungen.
Umfang: 344 S.
Format (B x L): 14,8 x 22,5 cm
Gewicht: 534
Verlag: transcript
ISBN: 978-3-8376-7356-2
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Film
Produktbeschreibung
Dieses Buch erscheint in einer Zeit, die von geopolitischen Spannungen, gesellschaftlichen Spaltungen sowie Identitäts- und Demokratiekrisen geprägt ist. Eine kritische Analyse populärer Filme, die nicht nur zentrale Quellen von kollektiv verankertem Wissen über die Zeitgeschichte sind, sondern auch Wertvorstellungen und Normen vermitteln sowie Identitätsangebote bereitstellen, fördert ein tieferes Verständnis der gegenwärtigen Konflikte und bietet Ansätze für deren Bewältigung.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Trotz seiner überragenden Prägekraft wurde der Geschichtsfilm von der Kommunikationswissenschaft bisher weitgehend vernachlässigt. Ebenso bleibt Russland, trotz seiner gewaltigen Präsenz in den Schlagzeilen, ein blinder Fleck in einem Fach, dessen Blick primär nach Westen gerichtet ist. Hier setzt das Buch an: Es verknüpft Kinofilme mit gesellschaftspolitischen Diskursen und eröffnet eine Perspektive, die nationale Grenzen überschreitet und dabei ein Gespür für kulturspezifische Nuancen behält.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Dass Filme kein ›wahres‹ Abbild des Vergangenen liefern, sondern an Machtverhältnisse gekoppelt sind, gehört in der Forschung längst zum Common Sense. Dennoch kommen systematische, machtkritische Analysen oft zu kurz. Dieses Buch erforscht deshalb das dynamische Zusammenspiel zwischen filmischen Inszenierungen, Mechanismen staatlicher Filmförderung, Lebenswegen der Produktionsbeteiligten, ideologischen Leitlinien der Gedenkpolitik, Zwängen des Kinomarktes und den Erwartungen des Publikums.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Ich wünsche mir einen Austausch sowohl mit jenen, deren Werke ich in meinem Buch kritisch beleuchte – Regisseuren, Drehbuchautorinnen und Produktionsverantwortlichen –, als auch mit den Hauptadressaten dieser Filme: Kinofans und Geschichtsinteressierten in Deutschland und Russland. Ebenso bereichernd wäre ein Dialog mit Kolleginnen und Kollegen aus der Medien- und Filmwissenschaft, der erinnerungskulturellen Forschung und den Cultural Studies, die, wie ich, als kritische Diskursbeobachter agieren.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Das Buch stellt hegemoniale Diktatur- und Triumphnarrative in populären Geschichtsfilmen in Frage und fordert Foren für differenzierte Erzählungen.
Autorinnen und Autoren
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