Die Strafbarkeit sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Kleriker der katholischen Kirche in Deutschland und die besondere Stellung der Missbrauchsbeauftragten als Bindeglied zwischen staatlichem und kanonischem Recht
Duncker & Humblot
ISBN 978-3-428-19942-6
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Softcover
2026
1 s/w-Tabelle.
Umfang: 271 S.
Format (B x L): 15,7 x 23,3 cm
Gewicht: 371
Verlag: Duncker & Humblot
ISBN: 978-3-428-19942-6
Produktbeschreibung
Die Arbeit untersucht, ob das Strafrecht der katholischen Kirche Betroffenen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Kleriker einen über den staatlichen Schutz hinausgehenden Mehrwert bietet. Dazu vergleicht sie staatliches und kirchliches Recht. Auch das 2021 reformierte kirchliche Strafrecht bleibt vielfach unbestimmt und unübersichtlich; es eröffnet den Entscheidungsträgern weite Ermessensspielräume. Anders als das staatliche Sexualstrafrecht dienen die kirchlichen Missbrauchsnormen im Kern nicht dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung, sondern der Einhaltung des Enthaltsamkeitsgebots. Das Verfahren schützt vor allem den Ruf von Beschuldigten und Kirche. Die Stellung der Missbrauchsbeauftragten als Bindeglied beider Rechtssysteme wurde zunehmend geschwächt. Zwar geht das kirchliche Recht punktuell weiter, etwa durch den einheitlichen Schutz aller unter 18-Jährigen und die Möglichkeit von der Verjährung abzusehen. Aus staatlicher Sicht bleibt sein Mehrwert jedoch begrenzt.
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