Haug

Verstehen des Verstehens des Glaubens

Eine kritische Untersuchung zur Konstellation von Glauben und Verstehen im Kontext der Hermeneutischen Theologie bei Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling und Eberhard Jüngel

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200323-2

Standardpreis


ca. 180,00 €

Jetzt vorbestellen! Wir liefern bei Erscheinen (Erscheint vsl. September 2026)

Preisangaben inkl. MwSt. Abhängig von der Lieferadresse kann die MwSt. an der Kasse variieren. Weitere Informationen

Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Hardcover

2026

Umfang: 660 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200323-2

Weiterführende bibliografische Daten

Produktbeschreibung

Twentieth-century hermeneutical theology understands faith as a distinctive mode of understanding. Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling, and Eberhard Jüngel build upon Rudolf Bultmann's programmatic formula of "faith and understanding" and develop it into an independent theological conception. The central thesis of this study: This conception performs a far-reaching operation by identifying faith with understanding. Understanding advances to become the normative guiding category and mode of execution for theological interpretations of God, the self, and the world; its operative function remains largely unexplained in the process. Simon Haug subjects this identification to a systematic critical examination, problematizes the close coupling of faith and understanding, and develops a disentangling differentiation of both modes with a particular focus on non-understanding. He first draws on Heidegger's existential-ontological analysis of understanding as a conceptual framework, then reconstructs the constellation of faith and understanding in Fuchs, Ebeling, and Jüngel, and concludes with a critical evaluation in which identification, soteriological overloading, and insufficient reflection on the understanding of understanding are problematized. Subsequently, the author specifically inquires into the understanding of understanding: He begins with a critique of hermeneutics (Hörisch, Lévinas, Waldenfels), situates the identified problem within current hermeneutical discourses through an exemplary engagement with Emil Angehrn's negative hermeneutics, and culminates in a cartography of understanding that systematically distinguishes between understanding, misunderstanding, and non-understanding. Finally, he realigns the constellation: He marks a lasting difference between faith and understanding, opens up further horizons of discourse, identifies non-understanding as a constitutive dimension of both understanding and faith, and thereby breaks the coupling of faith/understanding and unfaith/non-understanding.
Die Hermeneutische Theologie des 20. Jahrhunderts versteht den Glauben als eine ausgezeichnete Weise des Verstehens. Ernst Fuchs, Gerhard Ebeling und Eberhard Jüngel knüpfen an Rudolf Bultmanns Programmformel von Glauben und Verstehen an und entfalten sie zu einer eigenständigen theologischen Konzeption. Die leitende These der Studie: Diese Konzeption vollzieht eine folgenreiche Operation, indem sie den Glauben mit dem Verstehen identifiziert. Das Verstehen avanciert zur normativen Leitkategorie und Vollzugsform theologischer Gottes-, Selbst- und Weltdeutung; seine operative Funktion bleibt dabei weitgehend unausgewiesen. Simon Haug unterzieht diese Identifikation einer systematischen kritischen Prüfung, problematisiert die enge Kopplung von Glauben und Verstehen und entwickelt eine entflechtende Differenzierung beider Vollzüge mit besonderer Fokussierung des Nichtverstehens. Er erschließt zunächst Heideggers existential-ontologische Verstehensanalytik als begriffliche Folie, rekonstruiert sodann die Konstellation von Glauben und Verstehen bei Fuchs, Ebeling und Jüngel und schließt mit einer kritischen Auswertung, in der Identifikation, soteriologische Überladung und unzureichende Reflexion des Verstehens des Verstehens problematisiert werden. Anschließend fragt der Autor eigens nach dem Verstehen des Verstehens: Er setzt mit der Hermeneutikkritik (Hörisch, Lévinas, Waldenfels) ein, zeichnet den Problembefund in exemplarischer Auseinandersetzung mit Emil Angehrns negativistischer Hermeneutik in aktuelle hermeneutische Diskurse ein und mündet in eine Kartographie des Verstehens, die Verstehen, Missverstehen und Nichtverstehen systematisch differenziert. Abschließend justiert er die Konstellation neu: Er markiert eine bleibende Differenz zwischen Glauben und Verstehen, eröffnet weiterführende Diskurshorizonte, bestimmt das Nichtverstehen als konstitutive Dimension des Verstehens wie des Glaubens und bricht damit die Kopplung von Glaube/Verstehen und Unglaube/Nichtverstehen auf.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

Topseller & Empfehlungen für Sie

Ihre zuletzt angesehenen Produkte

Rezensionen

Dieses Set enthält folgende Produkte:
    Auch in folgendem Set erhältlich:

    • nach oben

      Ihre Daten werden geladen ...