Jähnichen / Maaser

Erscheint in Kürze

Geschichte der Diakonie

Konzeptionen - Diskurse - Praktiken in evangelischer Perspektive

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200623-3

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Bibliografische Daten

Biografie

Buch. Softcover

2026

Umfang: 530 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200623-3

Produktbeschreibung

Seit biblischen Zeiten ist diakonisches Handeln eine grundlegende Dimension der Kirche. In Deutschland sind gegenwärtig mehr als 1,4 Millionen Menschen in diakonischen Einrichtungen der beiden großen Kirchen beschäftigt, was die besondere Bedeutung christlicher Nächstenliebe in der deutschen Sozialkultur unterstreicht. Traugott Jähnichen und Wolfgang Maaser analysieren die 2000-jährige abendländische Geschichte kirchlichen Hilfehandelns unter wechselnden historischen Konstellationen im Überblick: die Minderheitensituation der Kirche der ersten Jahrhunderte, die Anerkennung des Christentums als Staatsreligion, das Spannungsfeld von sacerdotium und imperium , die Entstehung des Protestantismus, die pietistischen Bewegungen der Neuzeit, die Neubegründungen diakonischer Aktivitäten angesichts der „sozialen Frage" des 19. Jahrhunderts, die kirchliche Diakonie bzw. Caritas als wesentliche Träger der sich entwickelnden sozialstaatlichen Daseinsfürsorge im Kaiserreich sowie ihre organisatorische Verankerung im Sozialsystem der Weimarer Republik und in der Bundesrepublik, unterbrochen von den mörderischen Disruptionen der NS-Zeit. Besondere Aufmerksamkeit erfahren sowohl systematische Grundlinien und Kontinuitäten als auch Transformationen, Brüche und schöpferische Neukontextualisierungen der Diakonie. Die Autoren ordnen zentrale Konzeptionen, Diskurse und Praxisformen ein und zeigen die Diakonie als bleibenden Bestandteil kirchlichen Selbstverständnisses.
Since biblical times, social welfare work has been a fundamental aspect of the church. In Germany, more than 1.4 million people are currently employed in diaconal institutions of the two major churches, which reflects the special significance of Christian charity in German social culture. Traugott Jähnichen and Wolfgang Maaser provide an overview of the nearly 2,000-year history of church-based charity in the West under changing historical constellations: the minority situation of the church in the first centuries, the recognition of Christianity as the state religion, the tension between sacerdotium and imperium , the emergence of Protestantism, the pietistic movements of modern times, the reestablishment of diaconal activities in response to the challenges of the "social question" of the 19th century, the church's social welfare work and Caritas as essential pillars of the developing welfare state in the German Empire, and their organizational anchoring in the social system of the Weimar Republic and the Federal Republic, interrupted by the murderous disruptions of the Nazi era. Particular attention is paid to systematic principles and continuities as well as transformations, ruptures, and creative recontextualizations of diaconal work. The authors classify central concepts, discourses, and forms of practice and show diaconal work as a permanent component of the church's self-image.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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