Keiling

Hermeneutisches Wissen

Essays nach Gadamer

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-162336-3

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 290 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-162336-3

Produktbeschreibung

Ausgehend von Hans-Georg Gadamers eigener Kritik an Wahrheit und Methode entwickelt Tobias Keiling eine Hermeneutik ‚nach Gadamer'. Im Zentrum des ersten Teils steht die Frage, welches epistemische Selbstverständnis der Hermeneutik aus Gadamers Betonung des dialogischen und historischen Charakters von Verstehen folgt. Keiling nimmt Gettiers Kritik der Standardtheorie von Wissen und aktuelle Diskussionen um epistemische Tugenden auf, um Grundzüge einer spezifisch hermeneutischen Epistemologie zu skizzieren. Im zweiten Teil greift Keiling zentrale Positionen der Gegenwart auf: Gumbrechts Überlegungen zur Latenz von Sinn, Bredekamps Theorie des Bildakts und Boehms Bildhermeneutik lassen eine Theorie hermeneutischer Einbildungskraft hervortreten. Figal, Koch und Gabriel regen eine Neubestimmung des Verhältnisses von Hermeneutik und Realismus an. Im dritten Teil verdeutlichen Anwendungen Keiling Ansatz. Am Beispiel eines Gemäldes Gerhard Richters Betty lässt sich über die Ethik visueller Verletzlichkeit nachdenken. Bauten von Peter Zumthors und Alexander Schwarz erlauben das Verhältnis von Architektur und Geschichte zu bestimmen. In Auseinandersetzung mit Lear, Chakrabarty und Toadvine entwirft Tobias Keiling eine kritische Hermeneutik des Anthropozäns. Gadamers Hermeneutik, so zeigt sich, ist ebenso kritikwürdig wie unverzichtbar.
Based on Hans-Georg Gadamer's own critique of Truth and Method , Tobias Keiling develops a Philosophical Hermeneutics 'after Gadamer'. Its theoretical focus in Part One is the question what follows from Gadamer's emphasis on the dialogical and historical nature of understanding for questions of epistemology. Discussing Gettier's critique of the standard theory of knowledge and contemporary debates around epistemic virtue, Keiling sketches ideas for a specific hermeneutical epistemology. In Part Two, Keiling engages with contemporary positions: Gumbrecht's discussion of latent meaning, Bredekamp's theory of image-acts, and Boehm's hermeneutics of images open onto a hermeneutic theory of imagination. Figal, Koch, and Gabriel invite reflections on hermeneutic realism. In Part Three, different applications show the import of Keiling's approach: Gerhard Richter's Betty invites reflection about the ethics of vulnerability. Buildings by Peter Zumthor and Alexander Schwarz allow to develop a hermeneutics of architecture. Engaging with Lear, Chakrabarty, and Toadvine, Keiling sketches a critical hermeneutics of the Anthropocene. In each case, Gadamer's hermeneutics is shown to be as indispensable as it is problematic.

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Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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