Mahnmale als Zeitzeichen
Der Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur Nordrhein-Westfalens
transcript
ISBN 978-3-8376-5064-8
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Softcover
2020
46 s/w-Abbildungen.
Umfang: 486 S.
Format (B x L): 14,8 x 22,5 cm
Gewicht: 747
Verlag: transcript
ISBN: 978-3-8376-5064-8
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Public History – Angewandte Geschichte; 1
Produktbeschreibung
Mich hat schon sehr früh in meinem Studium interessiert, wie Menschen mit Katastrophen umgehen. In meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit der Nachkriegszeit des 2. Weltkriegs beschäftigt, in der Masterarbeit mit der des Ersten Weltkrieges. Dann hat mich die langfristige Perspektive gereizt: Wie gehen Menschen, hier am Beispiel Nordrhein-Westfalens, in einem Zeitraum von 50 Jahren mit der Shoa und dem Zweiten Weltkrieg um und was veränderte sich bis 1989?
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Eine der spannendsten Erkenntnisse war für mich, wie isoliert die lokalen Erinnerungskulturen voneinander sind. In der einen Stadt kann es eine engagierte Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit geben und wenige Kilometer weiter wird ein Thema nicht beachtet oder sogar tabuisiert. Und so eröffnet die Analyse von lokalen Erinnerungskulturen die Perspektive auf sehr verschiedene Arten, mit Shoa und Weltkrieg umzugehen.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Spannenderweise ist es gar nicht so sehr die Aktualität der Forschungsdebatten, sondern die der politischen Debatte, die dem Thema Bedeutung gibt. Wir sehen gegenwärtig, wie im Grunde viele geschichtspolitischen Argumente, die in den 1980er Jahren an gesellschaftlicher Bedeutung verloren haben, wieder zum Vorschein kommen. Darüber hinaus wird deutlich, dass Erinnerungskultur gelebt werden muss, um nicht nur eine hohle Phrase zu sein, die wohlfeil bei Reden genutzt wird.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Spannend wäre für mich der Blick auf andere Bundesländer und die dortigen lokalen Traditionen. Lässt sich die Heterogenität Nordrhein-Westfalens auf andere Regionen wie Niedersachsen oder Bayern übertragen? Hier wäre der Austausch mit Forscher*innen der lokalen Erinnerungskulturen spannend.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Jede Zeit friert ihre Deutung der Vergangenheit in Erinnerungszeichen ein und macht ihre spezifische Geschichtsdeutung so zu einer spannenden Quelle der sich stetig wandelenden Erinnerungskultur.
Autorinnen und Autoren
Produktsicherheit
Hersteller
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