Klein

Erschienen: 31.01.2026

„Wenn Du beim Juden kaufst…“ – Jüdisch-litauische Begegnungen in Dorf und Schtetl

Interaktions-Analysen

Kovac, J

ISBN 978-3-339-14742-4

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

4 s/w-Abbildungen, 1 s/w-Tabelle.

Umfang: 184 S.

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 247

Verlag: Kovac, J

ISBN: 978-3-339-14742-4

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Schriften zur Kulturwissenschaft; 133

Produktbeschreibung

Eine zahlenmäßig bedeutende jüdische Population entwickelte sich in Litauen seit dem späten 14. Jahrhundert. Auf dem Territorium des Großfürstentums Litauen und später in den „litauischen Gouvernements“ des Russischen Reiches war sie als Minderheit weit verbreitet. Bis zur deutschen Besetzung der Republik Litauen und dem 1941 beginnenden Holocaust bildete die jüdische Bevölkerungsgruppe einen beachtenswerten Faktor in der kulturellen und ökonomischen Realität Litauens. Die vorgelegte Studie untersucht die Beziehungen zwischen der jüdischen Minderheit und der litauischen Mehrheitsbevölkerung. Sie gewährt zunächst Einblicke in die Bevölkerungsverhältnisse in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und beleuchtet Siedlungsraum und ökonomische Rolle der jüdischen Population. Anschließend wird die Entwicklung vom religiös bedingten Antijudaismus zum Antisemitismus in weiten Kreisen der Landbevölkerung auf der Basis zeitgenössischer Quellen nachgezeichnet. Die Begegnungen zwischen jüdischen und litauischen Personen waren häufig durch beiderseitige Vorurteile geprägt. Sie manifestierten sich auf der litauischen Seite in volksläufigen Redensarten, in Folklore und Volksglaubensinhalten. Die in der Überlieferung enthaltenen stereotypen Vorstellungen werden anhand tradierter Quellen analysiert. Die sprachlichen Voraussetzungen des Umgangs zwischen Angehörigen beider Ethnien sind ein weiteres Thema der Arbeit. Welche sprachlichen Kompetenzen hatten beide Seiten und unter welchen Bedingungen entwickelten sie sich? Ziel der Studie ist es schließlich, die Praxis der Interaktionen zwischen Individuen zu untersuchen. Dazu werden Beispiele aus der Erinnerungsliteratur, Zeugnisse von Beobachtern und Beteiligten herangezogen, die Situationen und Kommunikationsinhalte wiedergeben. Da solche Begegnungen bereits implizit von den Gewährsleuten bewertet wurden, erfolgt ihre Auswertung methodisch-kritisch. Gleichwohl liefern die schriftlich tradierten Szenen Hinweise auf die jeweiligen Kommunikationsstrategien, das Rollenverhalten und die Interessen der Akteure – von Frauen und Männern. Aus den Analysen der Interaktionen ergibt sich, dass wirtschaftliche Gesichtspunkte den Verkehr zwischen Mehrheitsbevölkerung und jüdischer Minderheit überwiegend positiv prägten. Trotz weitverbreiteter Vorurteile erlaubten diese ökonomischen Interessen bis in die 1920er Jahre auch zwischenmenschliche Kontakte unter Juden und Litauern – jenseits rein geschäftlicher Beziehungen.

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