Litzenburger

Bedeutung und Bewertung von Mazzeben im Alten Testament

Eine exegetische Untersuchung auf der Grundlage einer vergleichenden Analyse stehender Steine im Vorderen Orient und Östlichen Mittelmeerraum

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-164080-3

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Hardcover

2026

Umfang: 440 S.

Format (B x L): 17 x 24 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-164080-3

Produktbeschreibung

Mathias Litzenburger explores the role of standing stones in the Eastern Mediterranean and the Ancient Near East during the Bronze and Iron Ages. Archaeological evidence from Mesopotamia, Egypt, Greece, Asia Minor, Syria, Phoenicia, Israel/Palestine, and Arabian regions is systematically evaluated with approaches drawn from image studies and spatial theory. The polyvalent dimensions of these monuments become apparent: they serve as markers of boundaries, as instruments of collective and individual memory, as guarantors of legal obligations, and as mediators of transcendent presence. A standing stone not only signals the presence of an event, a person, or a deity, but also constitutes a ritual space connecting the human sphere with the divine or the realm of the dead. Complementing the material evidence, inscriptions, literary sources, and the terminology (skn, n?b) are analyzed to uncover semantic nuances. The exegetical section examines all Old Testament passages on massebot, classifying them according to reference, evaluation (positive mentions, prohibitions, polemics, destructions), and historical context. By integrating archaeological, philological, and exegetical perspectives, the author shows that the widespread thesis of Israel's imagelessness must be nuanced. Standing stones, while never central cult images, acted as images in the sense of producing presence. Mathias Litzenburger thus situates the phenomenon within broader religious-historical and image-theoretical contexts.
Mathias Litzenburger untersucht die Bedeutung stehender Steine im östlichen Mittelmeerraum und Vorderen Orient in Bronze- und Eisenzeit. Archäologische Befunde aus Mesopotamien, Ägypten, Griechenland, Kleinasien, Syrien, Phönizien, Israel/Palästina sowie aus dem arabischen Raum werden systematisch analysiert und mit Methoden der Bildwissenschaft und Raumtheorie ausgewertet. Dabei tritt die polyvalente Funktion der Steine hervor: Sie dienen als Marker für Grenzen, als Zeichen kollektiven und individuellen Gedenkens, als rechtliche Fixpunkte und als Manifestationen des Transzendenten. Stehende Steine markieren Präsenz und schaffen rituellen Raum, in dem die diesseitige und jenseitige Welt verbunden werden. Im weiteren Verlauf werden epigraphische und literarische Quellen sowie die Terminologie (skn, n?b) untersucht, um Bedeutungsdimensionen auch aus sprachlicher Perspektive zu erschließen. Im exegetischen Teil widmet sich der Autor allen alttestamentlichen Belegen zu Mazzeben, die nach Personen, Ereignissen und Gottheiten sowie nach Bewertungen (positive Erwähnung, Kritik, Verbote, narrative Zerstörungen) gegliedert und literarhistorisch eingeordnet werden. Der Autor zeigt, dass die gängige kulturgeschichtliche These einer Bildlosigkeit Israels zu kurz greift. Steine erscheinen als „Bilder", die Präsenz erzeugen, ohne eindeutig als Hauptkultbilder nachweisbar zu sein. Mathias Litzenburger verankert diese Beobachtungen in einem breiten religionshistorischen und bildtheoretischen Kontext.

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Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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