Lorber

Ökologisches Eigentum

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200764-3

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 240 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200764-3

Weiterführende bibliografische Daten

Produktbeschreibung

Eigentum verfügt aufgrund seiner verfassungsrechtlichen Ausgestaltung als Institutsgarantie und subjektive Bestandsgarantie über ein besonderes Transformations- und Steuerungspotenzial für gesellschaftliche Wandlungsprozesse. Angesichts der ökologischen Herausforderungen des Anthropozäns insbesondere Artensterben, Klimawandel und Umweltverschmutzung gerät das Eigentumsrecht zunehmend unter Anpassungsdruck. Ähnlich wie in den Umbrüchen der bürgerlichen Revolution und der Entwicklung des sozialpflichtigen Eigentums steht es heute vor der Aufgabe, seine normative Struktur an ökologische Nachhaltigkeit und effektiven Naturschutz anzupassen. Die Arbeit entwickelt hierzu juristische Konzepte zur Stärkung des Umwelt- und Naturschutzes durch eine ökologische Neujustierung der Eigentumsgarantie des Art. 14 GG. Auf Grundlage einer verfassungsdogmatischen Analyse werden drei komplementäre Formen ökologischen Eigentums herausgearbeitet: Das Nichteigentum (1) schützt Natur in ihrer Reserve- und Potentialitätsfunktion. Die Anerkennung der Rechtssubjektivität der Natur (2) stärkt ihre Durchsetzungs- und Abwehrpositionen. Das ökologiepflichtige Eigentum (3) betont die wechselseitige Beziehung von Mensch und Natur sowie die Abhängigkeit menschlicher Freiheit von einer intakten Umwelt. Diese Ansätze werden systematisch in einem verfassungstheoretischen und dogmatischen Rahmen entfaltet. Abschließend formuliert die Autorin rechtspolitische Empfehlungen zur Ausgestaltung ökologischen Eigentums als Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit Konflikten zwischen Eigentum und Natur.
Property, by virtue of its constitutional design as both an institutional guarantee and an individual guarantee of vested rights, possesses a particular capacity to shape and guide processes of societal transformation. In light of the ecological challenges of the Anthropocene-most notably biodiversity loss, climate change, and environmental pollution-property law is increasingly under pressure to adapt. Much like during the upheavals of the bourgeois revolutions and the emergence of socially obligated property, it now faces the task of aligning its normative structure with the requirements of ecological sustainability and effective environmental protection. This study develops legal concepts aimed at strengthening environmental and nature protection through an ecological recalibration of the constitutional guarantee of property under Article 14 of the Basic Law. Based on a doctrinal constitutional analysis, three complementary forms of ecological property are identified: non-property (1), which protects nature in its reserve and potentiality functions; the recognition of nature as a legal subject (2), which enhances its capacity for enforcement and defense; and ecologically obligated property (3), which emphasizes the reciprocal relationship between humans and nature, as well as the dependence of human freedom on an intact environment. These approaches are systematically developed within a constitutional-theoretical and doctrinal framework. Finally, the study offers policy recommendations for shaping ecological property as a legal framework for responsibly addressing conflicts at the intersection of property and nature.

Autorinnen und Autoren

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Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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