Lousanoff

Die Anerkennung drittstaatlicher Entscheidungen nach dem Spiegelbildprinzip

Grundlagen und Herausforderungen der Gerichtsstandsvereinbarung

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200319-5

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 250 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200319-5

Produktbeschreibung

The recognition of judgments from third countries is an area of international civil procedure law that, despite ongoing Europeanization, remains governed by autonomous German law. The decisive criterion for recognition is the mirror-image principle: the German judge in charge of recognition examines whether the third country court had jurisdiction under German law. To assess this so-called "recognition jurisdiction," the judge relies on German jurisdictional rules. These include the provisions of the Brussels Ia Regulation when the defendant is domiciled in a Member State. This gives rise to the question of whether and how the value judgments of the Brussels Ia Regulation should be taken into account within the mirror-image principle. This issue becomes unavoidable particularly in cases involving choice-of-court agreements in favor of third-country courts: the parties remove the dispute from the scope of the Brussels Ia Regulation by designating a third country court as competent. In doing so, they also indirectly determine whether recognition will later proceed under European or German law. Case law and legal scholarship have increasingly opened up to such considerations. Victor de Lousanoff analyzes the current opinions, consolidates previous proposals, and develops his own approach based on them. The result is a universally applicable formula that yields teleologically convincing and practicable outcomes both for choice-of-court agreements in favor of third country courts and for all other third country judgments.
Die Anerkennung von Entscheidungen aus Drittstaaten ist ein Bereich des internationalen Zivilverfahrensrechts, der trotz ansonsten fortschreitender Europäisierung dem deutschen autonomen Recht verbleibt. Maßgebliches Anerkennungskriterium ist hierbei das Spiegelbildprinzip: Der deutsche Anerkennungsrichter prüft, ob das drittstaatliche Gericht nach den deutschen Gesetzen zuständig war. Für die Beurteilung dieser sogenannten Anerkennungszuständigkeit greift er auf die deutschen Zuständigkeitsregeln zurück. Zu diesen gehören auch die Vorschriften der Brüssel Ia-VO, wenn der Beklagte seinen Wohnsitz in einem Mitgliedstaat hat. Daraus ergibt sich die Frage, ob und wie die Wertungen der Brüssel Ia-VO im Spiegelbildprinzip zu berücksichtigen sind. Unvermeidbar wird sie insbesondere bei Gerichtsstandsvereinbarungen zugunsten von Drittstaatengerichten: Die Parteien entziehen den Rechtstreit dem Anwendungsbereich der Brüssel Ia-VO, indem sie ein drittstaatliches Gericht für zuständig erklären. Damit bestimmen sie mittelbar auch, ob die Anerkennung später nach europäischem oder deutschem Recht erfolgt. Rechtsprechung und Literatur öffnen sich einer solchen Berücksichtigung zunehmend. Victor de Lousanoff analysiert den aktuellen Meinungsstand, bündelt bisherige Vorschläge und entwickelt daraus einen eigenen Lösungsansatz. Das Ergebnis ist eine universell anwendbare Formel, die für Gerichtsstandsvereinbarungen zugunsten von Drittstaatengerichten wie auch für alle übrigen drittstaatlichen Entscheidungen zu teleologisch überzeugenden und praktikablen Ergebnissen führt.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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