Ludwig / Kunde

Erschienen: 02.11.2026

Der Dom zu Naumburg

3. Auflage

Deutscher Kunstverlag

ISBN 978-3-422-80493-7

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

3. Auflage. 2026

152 Illustrationen.

Umfang: 160 S.

Format (B x L): 17 x 24 cm

Gewicht: 500

Verlag: Deutscher Kunstverlag

ISBN: 978-3-422-80493-7

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Grosse DKV-Kunstführer

Produktbeschreibung

Der Naumburger Dom St. Peter und Paul gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des europäischen Hochmittelalters. Als herausragendes Zeugnis des Übergangs von der Spätromanik zur Frühgotik wurde die Kathedrale 2018 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Ihre einzigartige Verbindung von Architektur, Bildhauerkunst und Glasmalerei macht sie zu einem Meisterwerk mittelalterlicher Bau- und Bildkunst und zu einem der meistbesuchten Ziele an der „Straße der Romanik“. Der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtete Dom ist eingebettet in ein außergewöhnliches architektonisches Ensemble aus mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Domherrenhöfen der Domfreiheit und kunstvoll gestalteten Bürgerhäusern der angrenzenden Ratsstadt. Von besonderer Bedeutung sind die beiden hochmittelalterlichen Lettner, die die Chöre vom Kirchenschiff trennen – eine weltweit einzigartige Konstellation. Im Zentrum des Welterbes steht der um 1250 vollendete Westchor mit seinen zwölf lebensgroßen Stifterfiguren. Die außergewöhnliche Lebendigkeit, Individualität und Naturnähe der Skulpturen fasziniert bis heute. Unter ihnen nimmt die Markgräfin Uta eine besondere Stellung ein: Ihre rätselhafte Schönheit und eindringliche Präsenz haben sie zu einer der bekanntesten mittelalterlichen Figuren gemacht. Auch der Westlettner mit seinen eindrucksvollen Reliefs zur Passion Christi zählt zu den herausragenden Werken der europäischen Frühgotik. Geschaffen wurden Westchor und Lettner von einem aus Frankreich stammenden Bildhauerarchitekten und seiner Werkstatt, der in der kunsthistorischen Forschung als „Naumburger Meister“ bezeichnet wird. Seine künstlerische Tätigkeit lässt sich von Nordwestfrankreich über die Île-de-France, die Champagne und die Picardie bis nach Mainz, Naumburg und Meißen verfolgen. Der Weg des Meisters und seiner Werkstatt steht damit exemplarisch für den intensiven kulturellen und künstlerischen Austausch, der Europa bereits im Mittelalter prägte. Der Band widmet sich dem Naumburger Dom als einzigartigem Gesamtkunstwerk und erschließt seine Architektur, Skulptur und Ausstattung im historischen und europäischen Kontext. Im Mittelpunkt stehen die Werke des Naumburger Meisters und die bis heute faszinierenden Stifterfiguren – allen voran die berühmte Uta. Zugleich eröffnet der Band neue Perspektiven auf die Geschichte des Domes und seine herausragende Bedeutung für die europäische Kunst des 13. Jahrhunderts.
Naumburg Cathedral of St Peter and St Paul is one of the most important cultural monuments of the European High Middle Ages. As an outstanding example of the transition from Late Romanesque to Early Gothic architecture, the cathedral was inscribed on the UNESCO World Heritage List in 2018. Its unique combination of architecture, sculpture, and stained glass makes it a masterpiece of medieval art and architecture and one of the major attractions along the “Romanesque Route”. Built in the first half of the thirteenth century, the cathedral is embedded in an exceptional architectural ensemble of medieval and early modern houses of the cathedral canons within the cathedral precinct, alongside elaborately designed town houses of the neighbouring civic centre. Of particular significance are the two medieval choir screens, which separate the choirs from the nave – a configuration unique in the world. At the heart of the World Heritage Site is the West Choir, completed around 1250, with its twelve life-size donor statues. Their extraordinary vitality, individuality, and lifelike quality continue to captivate visitors today. Among them, Margravine Uta occupies a special place. Her enigmatic beauty and compelling presence have made her one of the best-known figures of medieval sculpture. The West Choir Screen, with its impressive reliefs depicting the Passion of Christ, is likewise among the outstanding achievements of Early Gothic art in Europe. The West Choir and choir screen were created by a sculptor-architect from France and his workshop, known to art historians as the “Naumburg Master”. His artistic activity can be traced from north-western France through the Île-de-France, Champagne, and Picardy to Mainz, Naumburg, and Meissen. The master and his workshop thus exemplify the intense cultural and artistic exchange that was already shaping Europe in the Middle Ages. This volume explores Naumburg Cathedral as a unique total work of art, examining its architecture, sculpture, and furnishings within their historical and European context. Particular attention is devoted to the works of the Naumburg Master and to the fascinating donor statues, above all the celebrated figure of Uta. At the same time, the volume offers new perspectives on the history of the cathedral and its outstanding significance for European art in the thirteenth century.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

De Gruyter GmbH

Genthiner Straße 13
10785 Berlin, DE

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