Meeson

Framing the Twelve

Paratexts, Prominence, and Parody

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200705-6

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2027

In englischer Sprache

Umfang: 310 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200705-6

Produktbeschreibung

Andrew Meeson approaches the question of a frame for the Twelve Prophets in three ways. First, a 'frame' describes the boundary of a text. According to the documentary evidence for the Twelve, the paratextual presentation encourages its reception as a verbal entity bounded by Hosea and Malachi. Thus, in at least this sense, Hosea and Malachi can be described as a frame for the Twelve. A second approach to a 'frame' is investigating the exploitation of prominent peripheral positions of a text for hermeneutic potential. Comparative literature shows a marked propensity to use such framing devices in various types of texts with different compositional histories. In the Twelve, significant intertextual relationships link Hosea and Malachi, its peripheries. Both Hosea and Malachi parody the same texts from outside the Twelve to portray the object of their critique: the nation is an unfaithful wife urged to return to her first husband; the priest is a prototypical fool who must repent; Israel is scheming Jacob who must return to receive God's blessing as a gift. Such parodic intertextuality highlights a concept of a 'frame' for the Twelve, that is, a framework, or interpretive context, that shapes one's reading of the Twelve. The framing parodies heighten the Twelve's critique and encourage its reading within the framework of a call to return to YHWH. In all three senses, then, Hosea and Malachi form a deliberate frame for the Twelve.
Andrew Meeson geht die Frage nach einem Rahmen für die Zwölf Propheten auf drei Wegen an. Erstens beschreibt ein „Rahmen" die Begrenzung eines Textes. Den dokumentarischen Belegen zu den Zwölf zufolge fördert die paratextuelle Darstellung deren Rezeption als sprachliche Einheit, die durch Hosea und Maleachi begrenzt wird. Somit können Hosea und Maleachi zumindest in diesem Sinne als Rahmen für die Zwölf beschrieben werden. Ein zweiter Ansatz zum Begriff „Rahmen" besteht darin, prominente Randpositionen eines Textes auf ihr hermeneutisches Potenzial hin zu untersuchen. Eine vergleichende literaturwissenschaftliche Untersuchung zeigt eine Tendenz, solche Rahmungstechniken in verschiedenen Textarten mit unterschiedlicher Entstehungsgeschichte zu verwenden. Bei der Untersuchung der Zwölf lassen sich bedeutende intertextuelle Beziehungen zwischen Hosea und Maleachi feststellen, den Randtexten der Zwölf. Sowohl Hosea als auch Maleachi parodieren dieselben Texte außerhalb der Zwölf, um das Objekt ihrer Kritik auf eine bestimmte Weise darzustellen: Das Volk ist eine untreue Ehefrau, die dazu ermahnt wird, zu ihrem ersten Ehemann zurückzukehren; der Priester ist ein prototypischer Narr, der Buße tun muss; Israel ist der listige Jakob, der zurückkehren muss, um Gottes Segen als Geschenk zu empfangen. Eine solche parodistische Intertextualität unterstreicht das Konzept eines „Rahmens" für die Zwölf, nämlich eines Deutungsrahmens, der die Lektüre der Zwölf prägt. Die rahmenden Parodien verschärfen die Kritik der Zwölf und legen nahe, sie als Aufruf zur Rückkehr zu JHWH zu lesen. Somit bilden Hosea und Maleachi in allen drei oben genannten Bedeutungen einen bewusst gesetzten Rahmen für die Zwölf.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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