Wege der kontrafaktischen Literatur
Historische Superzeichen zwischen Affirmation, Verfremdung und Degenerierung
De Gruyter
ISBN 978-3-11-227474-3
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Hardcover
2027
Umfang: 330 S.
Format (B x L): 16 x 24 cm
Verlag: De Gruyter
ISBN: 978-3-11-227474-3
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Hermaea. Neue Folge; 167
Produktbeschreibung
Während die historische Literatur der Gegenwart in der Mehrzahl altbekannte Topiken klischeehaft reproduziert, verarbeitet die kontrafaktische Literatur historische Stoffe abweichend vom Mimetismus und zeigt hohes Potenzial dafür, wie Geschichte in ästhetischer und erinnerungskultureller Hinsicht produktiv verarbeitet werden kann. Untersucht werden in der Arbeit kontrafaktische und parahistorische deutschsprachige Texte auf ihren Umgang mit ikonischen Superzeichen der Geschichte, ihren Verhandlungsmodi historischer Narration und auf ihr Erinnerungspotenzial hin. Dabei legt die Arbeit dar, dass diese Literatur einen Umgang mit Historie und ihren Paradigmen offenbart, der von affirmatorischen Gesten bis hin zu Destruktionen und Entleerungen reicht. Die Studie schließt eine Forschungslücke, indem sie erstmals systematisch deutschsprachige kontrafaktische Texte einer Analyse unterzieht und deren Entwicklungslinien konsequent nachzeichnet. In ihren differenzierteren Ausprägungen – in Literatur und im Film – löst sich die Kontrafaktik zunehmend vom historischen Realismus ab und von der Prägnanz ikonischer Superzeichen. Gerade in der Entleerung und Destruktion dieser Zeichen erschließt diese Literatur Formen multidirektionaler Erinnerung. Die Arbeit leistet damit einen grundlegenden Beitrag zur Erforschung kontrafaktischen und parahistorischen Erzählens.
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