Palme

Widerspruch als Lebensform

Eine Kritik der Moralphilosophie im Anschluss an Wittgenstein und die kritische Theorie

Vittorio Klostermann

ISBN 978-3-465-04677-6

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2025

Umfang: 368 S.

Format (B x L): 12.1 x 19.9 cm

Gewicht: 375

Verlag: Vittorio Klostermann

ISBN: 978-3-465-04677-6

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Klostermann Weiße Reihe

Produktbeschreibung

Warum sollten wir moralisch sein? Diese Frage nach Begründung beschäftigt die Moralphilosophie seit dem Zweiten Weltkrieg wie kaum eine andere. Dabei hat sich eine Perspektive durchgesetzt, die traditionelle Begründungsmodelle zugunsten eines ethischen Pluralismus und moralischen Fortschritts aufgegeben hat. Da es keine äußeren Gründe mehr geben soll, kann nur noch das als allgemein verbindlich gelten, was sich widerspruchsfrei denken lässt. Doch was heißt hier Widerspruch? Diese Studie bringt die Sprachphilosophie Wittgensteins mit der Kritischen Theorie in Konstellation, um zu zeigen, dass die moderne Moralphilosophie an ihrem Anspruch scheitern muss. Ausgangspunkt ist das Privatsprachenargument Wittgensteins und insbesondere §125 der Philosophischen Untersuchungen, in dem er den Widerspruch als zentrales philosophisches Problem der bürgerlichen Gesellschaft beschreibt. Dabei wird klar, dass weder Widerspruchsfreiheit noch Moralbegründung der gesellschaftlichen Praxis vorangehen. Im Gegenteil, in der vermeintlichen Rationalität der modernen Moralphilosophie spiegeln sich die Widersprüche unserer Gesellschaft. Die Aufgabe der Philosophie besteht daher nicht darin, diese Widersprüche zu lösen, sondern sie durch sprachkritische Analyse offenzulegen. Indem Wittgenstein mit Marx, Adorno und Horkheimer in Dialog gebracht wird, entsteht ein neuer Zugang zur Moralphilosophie – eine Kritik, die sowohl sprachlich als auch gesellschaftlich ansetzt.
Why should we act morally? This question regarding justification has like no other occupied moral philosophy since the Second World War. Eventually, a perspective has prevailed that has abandoned traditional models of justification in favour of ethical pluralism and moral progress. Since there should no longer be any external reasons, only that which can be thought without contradiction can be considered generally binding. But what does contradiction mean here? This study brings Wittgenstein's philosophy of language into constellation with critical theory in order to show that modern moral philosophy must fail because of its claim. The starting point is Wittgenstein's private language argument and in particular §125 of the Philosophical Investigations, in which he describes contradiction as the central philosophical problem of bourgeois society. It becomes clear that neither freedom from contradiction nor moral justification precede social practice. On the contrary, the supposed rationality of modern moral philosophy reflects the contradictions of our society. The task of philosophy is therefore not to resolve these contradictions, but to expose them through critical linguistic analysis. By bringing Wittgenstein into dialogue with Marx, Adorno and Horkheimer, a new approach to moral philosophy emerges a critique that is both linguistic and social.

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Hersteller

Vittorio Klostermann GmbH

Westerbachstraße 47
60489 Frankfurt am Main, DE

f.haertling@klostermann.de

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