Die JHWH-Religion und die Vorstellung göttlicher Gesetzgebung
Überschneidungen zwischen der Rechtsentwicklung und der Sphäre der Religion in der Geschichte des antiken Israel und Juda
Mohr Siebeck
ISBN 978-3-16-200625-7
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Hardcover
2026
Umfang: 150240 S.
Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm
Verlag: Mohr Siebeck
ISBN: 978-3-16-200625-7
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Forschungen zum Alten Testament
Produktbeschreibung
Lida Leonie Panov untersucht die Anfänge und die Entwicklung der Vorstellung göttlichen Rechts in der neuassyrischen Zeit und zeigt die Bedeutung dieser Vorstellung für das Verhältnis von Recht und Religion in der Geschichte des antiken Israel und Juda auf. Dabei werden die politischen und theologischen Spannungen deutlich, die sich um die Rolle des Königs ergeben. Von Bedeutung ist zudem die Frage nach den Schreibergruppen, denen die literarischen Prozesse der Theologisierung des Rechts zuzuschreiben sind. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bestimmung der religiösen Segmente in der Rechtspraxis, die sich im biblischen Prozessrecht, in Ordalverfahren und in Rechtsritualen zeigen. Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zweier Ebenen: die literarische Theologisierung des Rechts einerseits, die religiösen Segmente in der tatsächlich geübten Rechtspraxis andererseits. Vor dem Hintergrund der altorientalischen Rechtstradition wird rekonstruiert, wie sich die in der Hebräischen Bibel spezifische Transformation des profanen Rechts hin zu einem von Gott gegebenen Gesetz vollzog. In diesem Zusammenhang ist auffällig, dass sich die biblischen Rechtstexte kaum mit der Institution des Ko¨nigtums auseinandersetzen eine Beobachtung, die offenbar eng mit der Vorstellung göttlicher Gesetzgebung verbunden ist: Wenn Gott als Gesetzgeber verstanden wird, bedarf der Inhalt der Rechtstexte keiner Legitimation durch einen König. Darüber hinaus wird die Rolle priesterlicher Schreibergruppen thematisiert und es werden Überschneidungen zwischen der Rechtsentwicklung und der Spha¨re der Religion in der Rechtspraxis diskutiert. Panov legt damit eine Gesamtsicht auf die Verflechtung von Recht und Religion im antiken Israel und Juda vor und eröffnet neue Perspektiven für die biblische Rechtsgeschichte.
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