Grafik für die kostenfreie Lieferung in die DACH-Region BÜCHER VERSANDKOSTENFREI INNERHALB DEUTSCHLANDS

Perkowski

Systemische Desinformationsregulierung

Rechtliche und technische Möglichkeiten zur Desinformationsbekämpfung auf Online-Plattformen am Maßstab des Art. 11 Abs. 1 GRCh

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200631-8

Standardpreis


ca. 110,00 €

Jetzt vorbestellen! Wir liefern bei Erscheinen (Erscheint vsl. September 2026)

Preisangaben inkl. MwSt. Abhängig von der Lieferadresse kann die MwSt. an der Kasse variieren. Weitere Informationen

Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 540 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200631-8

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Studien zum Regulierungsrecht

Produktbeschreibung

This study develops, from the perspective of European law, a concept for the systemic regulation of disinformation on online platforms aimed at safeguarding the integrity of the public opinion-formation process in the European Union. Against the backdrop of disinformation events between 2016 and 2025 and the changing conditions of platform-based communication, it examines on the basis of the fundamental rights of the European Union, in particular the scope of protection of freedom of expression under Article 11(1) of the Charter of Fundamental Rights how proportionate disinformation regulation can be designed within the framework of Articles 34 and 35 of the Digital Services Act and implemented, for instance, through a code of conduct pursuant to Article 45. The study combines a doctrinal legal analysis of freedom of expression with legal-philosophical and legal-sociological perspectives, drawing on emergence theory to explain how individual disinformative expressions transition from the discursive micro-level to the macro-level of public discourse. On this basis, it develops the concept of disinformation dynamics as an operational point of reference for systemic risks within the meaning of the Digital Services Act. The result is a proposal for a procedural regulatory architecture that, instead of relying on substantive assessments of truth, is based on a rebuttable presumption of disinformation and, where such suspicion is triggered, enables rights-compliant regulatory measures through a discursive reversal of the burden of proof. An interdisciplinary analysis of AI-based algorithmic detection methods including knowledge-based, style-based, and dissemination-based approaches demonstrates the technical feasibility of the concept and identifies the requirements for accuracy, fairness, and explainability in automated disinformation detection. The study thus contributes to the doctrinal development of European platform regulation and outlines ways to safeguard public opinion formation as a foundation of democracy in the digital sphere.
Die vorliegende Arbeit entwickelt aus der Perspektive des Europarechts ein Konzept zur systemischen Regulierung von Desinformationen auf Online-Plattformen zum Schutz der Integrität des öffentlichen Meinungsbildungsprozesses in der Europäischen Union. Vor dem Hintergrund der Desinformationsereignisse der Jahre 2016 bis 2025 und der veränderten Kommunikationsbedingungen der Plattformkommunikation untersucht sie am Maßstab der Grundrechte der Europäischen Union, insbesondere des Schutzbereichs der Äußerungsfreiheit des Artikels 11 Absatz 1 der Grundrechtecharta, wie eine verhältnismäßige Desinformationsregulierung im Rahmen der Artikel 34 und 35 des Digital Services Act ausgestaltet und etwa in einem Verhaltenskodex nach Artikel 45 umgesetzt werden kann. Die Arbeit verbindet rechtsdogmatische Analyse der Meinungsfreiheit mit rechtsphilosophischen und rechtssoziologischen Perspektiven und zieht die Emergenztheorie heran, um den Übergang einzelner desinformativer Äußerungen von der diskursiven Mikroebene auf die Makroebene des öffentlichen Diskurses zu erklären. Auf dieser Grundlage wird das Konzept desinformativer Dynamiken als operabler Anknüpfungspunkt für systemische Risiken im Sinne des Digital Services Act entwickelt. Im Ergebnis wird eine prozedurale Regulierungsarchitektur vorgeschlagen, die statt einer inhaltlichen Wahrheitsbewertung auf eine widerlegbare Desinformationsvermutung setzt und im Verdachtsfall durch eine diskursive Beweislastumkehr grundrechtskonforme Steuerungsmaßnahmen ermöglicht. Eine interdisziplinär informierte Untersuchung algorithmischer Erkennungsverfahren der Künstlichen Intelligenz, einschließlich wissensbasierter, stilbasierter und verbreitungsbezogener Ansätze, weist die technische Realisierbarkeit des Konzepts nach und arbeitet die Anforderungen an Genauigkeit, Gleichmäßigkeit und Nachvollziehbarkeit automatisierter Desinformationserkennung heraus. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Dogmatik der europäischen Plattformregulierung und zeigt Wege auf, die öffentliche Meinungsbildung als Grundlage der Demokratie im digitalen Raum zu sichern.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

Topseller & Empfehlungen für Sie

Ihre zuletzt angesehenen Produkte

Rezensionen

Dieses Set enthält folgende Produkte:
    Auch in folgendem Set erhältlich:

    • nach oben

      Ihre Daten werden geladen ...