Pschichholz

Manövriermasse Mensch

Das Deutsche Reich und der Genozid an den Armeniern als koloniale Verflechtungsgeschichte

Campus

ISBN 978-3-593-51431-4

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Hardcover

2026

Umfang: 420 S.

Format (B x L): 15.3 x 23.5 cm

Verlag: Campus

ISBN: 978-3-593-51431-4

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Krieg und Konflikt

Produktbeschreibung

Der Erste Weltkrieg gilt als Formierungsphase für Planspiele über Bevölkerungstransfers und ethnische Gewalt. Wer waren die Täter, wer die Opfer der damals ausgeübten politischen Massengewalt? Wie wurden die Exzesse wahrgenommen, gedeutet oder verschwiegen? Am Beispiel der Vernichtungspolitik gegen die armenische Bevölkerung im Osmanischen Reich ab 1915 – einem Ereignis, für das die Zeitgenossen um Worte rangen – zeigt Christin Pschicholz, dass der europäische Kolonialismus und geopolitische Überlegungen die Vorstellung von Bevölkerungsgruppen als Manövriermasse für imperiale, territoriale und militärische Ziele prägten. Ihre Studie analysiert, wie Gewaltphänomene gegenüber Zivilisten, die in den Grenzregionen der multiethnischen Imperien genozidale Züge annehmen konnten, miteinander in Verbindung gebracht und rezipiert wurden: Durch die transregionale Wahrnehmung wurde die Gefahr von aufständischen Bevölkerungsgruppen zu einer selbstverständlichen Annahme, die man auch vor dem Hintergrund der europäischen Kolonialkriege deutete.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG

Werderstr. 10
69469 Weinheim, DE

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