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Reichel

Erschienen: 01.06.2026

Die metaphorische Rede von der Sünde als Tyrann

Der Herrschaftswechsel und die Instrumentalisierung des Gesetzes in Röm 6-7

De Gruyter

ISBN 978-3-11-222940-8

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Bibliografische Daten

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2026

Umfang: 530 S.

Verlag: De Gruyter

ISBN: 978-3-11-222940-8

Weiterführende bibliografische Daten

Produktbeschreibung

Im Römerbrief spricht Paulus häufiger im Singular von „Sünde“ und in vielen metaphorischen Aussagen wird Sünde personifiziert. In der Forschung ist es bisher nicht gelungen einen kohärenten Bildspenderbereich dieser Metaphorik zu ermitteln. Jonathan Reichel zeigt im Anschluss an Lynne Tirrells Anapher-Theorie sowie Textwelt- und Frame-Theorien, dass in Röm 6–8 ein kohärenter Metaphernkomplex und eine source-world im Textverlauf etabliert wird: Die Sünde wird unter Heranziehung des domain des antiken Alleinherrschers metaphorisch so dargestellt, dass sie als Tyrann erscheint. Dafür wird anhand von antikem Quellenmaterial das domain des Alleinherrschers rekonstruiert und gezeigt, wie Paulus in Röm 6–8 das Porträt der Sünde als ein im Menschen wirksamer Tyrann gestaltet, der die Umsetzung des Willens des Menschen verhindert. In dieser Charakterisierung schließt sich Paulus in innovativer Weise an den antiken Diskurs um die Affektkontrolle an und stellt die hamartia als gottwidrige Disposition zum Tun des Schlechten und Gotteswidrigem dar. Das Buch leistet eine kohärente(re) Lektüre der Sündenmetaphern in Röm 6–8 und einen Beitrag zur Hamartiologie und Anthropologie des Apostels.
In the Epistle to the Romans, Paul frequently speaks of “sin” in the singular, and sin is personified in many metaphorical statements. Research has not yet managed to identify a coherent source domain. Jonathan Reichel shows that a coherent metaphorical complex is established in Rom 6–8: Paul portrays sin as a tyrant that operates within human beings, preventing them from carrying out their will.

Autorinnen und Autoren

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Hersteller

De Gruyter GmbH

Genthiner Straße 13
10785 Berlin, DE

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