Reinbold

Der Ausdruck von Vermutung im Deutschen und seine Vermittlung im schulischen Deutschunterricht in der Mittel- und Oberstufe

Kovac, J

ISBN 978-3-339-14970-1

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

38 s/w-Tabelle, 3 Ganzseitenillustrationen s/w.

Umfang: 124 S.

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 172

Verlag: Kovac, J

ISBN: 978-3-339-14970-1

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Studien zur Germanistik; 120

Produktbeschreibung

Im sprachlichen Alltag werden fortlaufend Äußerungen verwendet, die Vermutungen, Annahmen, Zweifel sowie unterschiedliche Grade von Sicherheit oder Unsicherheit ausdrücken. Solche Äußerungen stellen keine objektiven Feststellungen dar, sondern fungieren als Signale für die begrenzte Verfügbarkeit von Wissen über Fakten, Ereignisse oder Sachverhalte. Die Fähigkeit, diese Bedeutungen in einer Fremdsprache adäquat auszudrücken, ist ein zentraler Bestandteil kommunikativer Kompetenz und sollte daher im Unterricht vermittelt werden. Diese Studie widmet sich dem Ausdruck von Vermutungen im Deutschen sowie dessen Vermittlung im DaF-Unterricht der polnischen Mittel- und Oberstufe. Im Zentrum stehen Modalverben und Modaladverbien in epistemischer Lesart. Auf der Grundlage einer Analyse ausgewählter Lehrwerke für Deutsch als Fremdsprache sowie einschlägiger Grammatiken wird gezeigt, dass Modaladverbien im Lernprozess früher eingeführt werden, während Konstruktionen mit Modalverben erst auf höheren Niveaustufen (B2/C1) systematisch behandelt werden. Speziell wird darauf hingewiesen, dass die Aneignung epistemischer Lesarten ambiger Modalverben erwiesenermaßen erst in der Endphase des individuellen Grammatik-Erwerbs, also viel später als die Aneignung sogenannter Wurzelmodalität (objektiver Modalität) erfolgt. Diese Erkenntnis über sprachliche Ontogenese im Bereich der Modalität lässt sich nun logischerweise mutatis mutandis auf Fremdsprachendidaktik im L2- Lernprozess übertragen, was in der Arbeit sowohl explizit (bei Begründung des methodischen Vorgehens in diesem Bereich) als auch implizit (bei zahlreichen Übungsvorschlägen und im Unterrichtsentwurf) getan wird. Diese Studie ist sowohl für Sprachforschende als auch für Lehrende und Lernende bzw. Studierende von großem Nutzen. Sie schlägt eine notwendige Brücke zwischen Forschung und Lehre in einem für Spracherwerb besonders relevanten Bereich der Vermittlung von Modalität im DaF-Unterricht.

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