Adelsstand als Lebensziel
Die Autorin Rebecca Friedländer zwischen Assimilationsstrategien und Selbstbehauptung
De Gruyter
ISBN 978-3-11-914329-5
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Hardcover
2026
7 Illustrationen.
Umfang: 231 S.
Format (B x L): 15,5 x 23 cm
Gewicht: 453
Verlag: De Gruyter
ISBN: 978-3-11-914329-5
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Conditio Judaica; 104
Produktbeschreibung
Wie lässt sich das literarische Werk einer jüdischen Autorin verstehen, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts über zwanzig Romane verfasste, aber rasch in Vergessenheit geriet? Diese Studie widmet sich dem Leben und Werk von Rebecca Friedländer (1783–1850), einer der ersten jüdischen Schriftstellerinnen im deutschsprachigen Raum. Im Zentrum steht die Frage, ob sich ihre Romane als literarische Assimilationsstrategien lesen lassen – als Versuche, zwischen jüdischem Erbe, weiblicher Autorschaft und Adelssehnsucht eine Position in der Mehrheitsgesellschaft zu finden. Die Arbeit analysiert Friedländers Texte im kulturhistorischen Kontext der jüdischen Salonkultur, beleuchtet die Darstellung von Identitätskonflikten und das Verhältnis zwischen Herkunft und literarischer Selbstverortung. Dabei zeigt sich: Friedländers Romane spiegeln nicht nur individuelle Erfahrungen, sondern dokumentieren auch das Spannungsfeld einer Generation zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. Die Studie leistet einen Beitrag zur Wiederentdeckung jüdischer Autorinnen und zur Sichtbarmachung weiblicher Perspektiven in der Literatur um 1800.
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