Schmidt

Erschienen: 16.03.2026

Legitimität der jüdischen Aufklärung

Zwischen politischer Theologie und Theopolitik von Hermann Cohen bis Isaac Breuer

De Gruyter

ISBN 978-3-11-133654-1

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Bibliografische Daten

eBook. ePub. Weiches DRM (Wasserzeichen)

2026

Umfang: 253 S.

Verlag: De Gruyter

ISBN: 978-3-11-133654-1

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Studia Judaica

Produktbeschreibung

Die infolge der Krise der liberalen deutsch jüdischen Kultur einsetzende Renaissance der jüdischen Theologie versteht sich auch als politische Reorientierung. Hermann Cohens „Religion der Vernunft“ von 1918 versuchte noch, eine Synthese von kantischer Aufklärung und prophetischer Theologie zu entwerfen, die eine Rettung der jüdischen Nation im Rahmen der messianischen Utopie der Aufklärung vorsieht. Dagegen fordern die verschiedenen Versionen der politischen Orthodoxie (Isaak Breuer, Elias Bickermann) und der national zionistischen politischen Theologien (Jacob Klatzkin, Gershom Scholem) – zumal angesichts der aufziehenden nationalsozialistischen Gefahr einen Auszug aus dieser säkular liberalen Kultur. Gegen die sich abzeichnende Konfrontation zwischen der Orthodoxie und dem säkularen Zionismus versuchen der spätere Gerschom Scholem und vor allem Martin Buber eine neue Version der jüdischen Aufklärung als Dialog zwischen Philosophie und Theologie zu entwerfen. Diese Legitimation der jüdischen Moderne entspricht tatsächlich einer „postsäkularen“ Legitimation von Hermann Cohens ethischer Theologie auf zionistischer Grundlage.
The renaissance of Jewish theology that began as a result of the crisis of liberal German Jewish culture is also understood as a political reorientation. Hermann Cohen's "Religon der Vernunft" (Religion of Reason) of 1918 still attempted to sketch a synthesis of Kantian Enlightenment and prophetic theology, envisioning a salvation of the Jewish nation within the framework of the Enlightenment's messianic utopia. In contrast, the various versions of political orthodoxy (Isaac Breuer, Elias Bickermann) and national Zionist political theologies (Jacob Klatzkin, Gershom Scholem) especially in light of the looming Nazi threat call for a departure from this secular-liberal culture. Against the emerging confrontation between Orthodoxy and secular Zionism, the later Gershom Scholem and especially Martin Buber try to design a new version of Jewish enlightenment as a dialogue between philosophy and theology. This legitimation of Jewish modernity actually corresponds to a "post-secular" legitimation of Hermann Cohen's ethical theology on a Zionite basis.

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