Sharaf

Werte als Satzungsinhalt

Eine Vermessung der Gestaltungskraft und Abänderbarkeit von Verbandszweck oder Unternehmensgegenstand im Kapitalgesellschafts- und Vereinsrecht

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200123-8

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Hardcover

2025

Umfang: 383 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200123-8

Produktbeschreibung

Wie können Kapitalgesellschaften und Vereine Prinzipien und Werte rechtlich verbindlich in ihre Satzung integrieren? In wessen Zuständigkeit fällt eine solche Entscheidung und welche Folgen hat eine Wertebindung im Gesellschaftsrecht? Samy G. Sharaf bewegt sich mit dieser Fragestellung an der Schnittstelle zwischen klassischer gesellschaftsrechtlicher Dogmatik und der wachsenden Erwartung, dass Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen etwa in den Bereichen Nachhaltigkeit, Menschenrechte oder der Bekämpfung von Extremismus. Fallstudien zu werteorientierten Satzungsklauseln eröffnen zudem einen Einblick in die notarielle Praxis auf diesem Gebiet. Der Autor stützt sich auf eine dogmatische Analyse des Vereins- und Gesellschaftsrechts, insbesondere des GmbH- und Aktienrechts. Er zeigt, dass die im Gesellschaftsrecht übliche Trennung von Zweck- und Gegenstandsänderungen mit unterschiedlichen Mehrheitsanforderungen historisch nicht haltbar und § 33 Abs. 1 S. 2 BGB außerhalb des Vereinsrechts nicht anwendbar ist. Rechtsvergleichende, rechtsgeschichtliche, verfassungstheoretische und verhaltensökonomische Ansätze vertiefen die Analyse und ermöglichen in der Gesamtschau eine umfassende Vermessung satzungsmäßiger Wertebindungen und ihrer Wirkung im Innenverhältnis wie gegenüber Stakeholdern.
How can corporations and associations integrate legally binding principles and values into their statutes? Who makes the decision, and what legal consequences, limitations, and opportunities arise from such a commitment to values in corporate law? Samy G. Sharaf addresses this question at the interface between classical corporate law dogma and the growing expectations on companies to assume social responsibility-for example, in the areas of sustainability, human rights, or the fight against extremism. The dogmatic approach is supplemented by comparative legal and institutional perspectives, legal-historical analyses-in particular on the development of standards for amending statutes-as well as constitutional theory and behavioral economics lines of argumentation. Case studies on value-oriented statutory clauses also provide insight into notarial practice in this area. The study is based on a dogmatic analysis of association and company law, in particular the law governing limited liability companies and stock corporations. It shows that the separation of changes in purpose and object with different majority requirements, which is common in company law, is not historically tenable and that Section 33 (1) sentence 2 of the German Civil Code (BGB) does not apply outside of association law. Comparative law, legal history, constitutional theory, and behavioral economics approaches deepen the analysis and enable an assessment of statutory value commitments in internal relationships and vis-à-vis stakeholders.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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