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Silvani

Erscheint in Kürze

Richtervorlagen in Deutschland und Italien

Ein Rechtsvergleich

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200507-6

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 390 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200507-6

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Verfassungsentwicklung in Europa

Produktbeschreibung

Luca Silvani examines the judicial referral procedure (concrete judicial review) in Germany and Italy and its significance for the respective systems of constitutional adjudication. Central to the analysis is the question of what understanding of their role the Federal Constitutional Court and the Corte costituzionale derive from the way this procedure is structured. Although both courts follow the Kelsenian model of a centralized constitutional judiciary, they operate under different procedural conditions: in Germany, the constitutional complaint constitutes the primary instrument of constitutional review, whereas in Italy the judicial referral plays a key role due to the absence of an individual complaint. The author adopts a comparative approach, analysing the judicial referral within the context of each system's procedural architecture, and demonstrates that functions fulfilled through the judicial referral in Italy are largely performed by the constitutional complaint in Germany. Overall, the judicial referral emerges as a flexible instrument in which central structural questions of constitutional adjudication are brought together.
Luca Silvani untersucht die Richtervorlage (konkrete Normenkontrolle) in Deutschland und Italien sowie ihre Bedeutung für die jeweiligen verfassungsgerichtlichen Rechtsschutzsysteme. Im Mittelpunkt steht die Frage, welches Rollenverständnis des Bundesverfassungsgerichts einerseits und der Corte costituzionale andererseits sich aus der Ausgestaltung dieses Verfahrens ergibt. Beide Gerichte folgen zwar dem kelsenianischen Modell einer isolierten Verfassungsgerichtsbarkeit, jedoch unter unterschiedlichen verfahrensrechtlichen Bedingungen: Während in Deutschland die Verfassungsbeschwerde das zentrale Instrument der Verfassungskontrolle bildet, kommt der Richtervorlage in Italien mangels Individualbeschwerde eine Schlüsselrolle zu. Der Autor betrachtet die Richtervorlage im Kontext der jeweiligen Verfahrensarchitektur und zeigt, dass Aufgaben, die in Italien über die Richtervorlage wahrgenommen werden, in Deutschland weitgehend der Verfassungsbeschwerde zukommen. Insgesamt erweist sich die Richtervorlage als anpassungsfähiges Instrument, in dem sich zentrale Strukturfragen der Verfassungsgerichtsbarkeit bündeln. Die Arbeit wurde mit dem Werner-von-Simson-Preis 2025 der Universität Freiburg ausgezeichnet.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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