Soppoth

Die empirische Ökonomie als Erkenntnisquelle im Wechselspiel von europäischem Kartellrecht und europäischer Umweltpolitik

Warum und in welcher Weise die Mechanismen des europäischen Kartellrechts Unternehmenskooperationen im Wesen des europäischen Grünen Deals erlauben können

Kovac, J

ISBN 978-3-339-14998-5

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2027

Umfang: 616 S.

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 788

Verlag: Kovac, J

ISBN: 978-3-339-14998-5

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Studien zur Rechtswissenschaft; 517

Produktbeschreibung

Können Unternehmen zum Zwecke des Umweltschutzes risikolos kooperieren? Oder verbietet das europäische Kartellrecht solche Kooperationsprojekte? Der europäische Grüne Deal setzt einen Wandel u. a. in der Unternehmenspraxis voraus: So können Unternehmen das Ziel des Umweltschutzes in vielen Fällen nur mit Wettbewerbern zusammen erreichen. Doch eine solche Kooperation ist beinahe immer mit einem Kartellrisiko verknüpft. Genau hier setzt dieses Werk an. Die zentrale These ist klar: Schon das jetzige europäische Kartellrecht erlaubt solche Kooperationen. Der Schlüssel ist von jeher in Art. 101 Abs. 3 AEUV angelegt: Danach kann eine Kooperation ggf. dann erlaubt sein, wenn sie den Verbraucherinnen und Verbrauchern i. Erg. keinen ökonomischen Nachteil beschert. Doch wie weist ein Unternehmen das nach – und wie ermittelt es, welcher ökonomische Vorteil mit einer sauberen Atmosphäre, reinem Wasser oder einer diversen Flora und Fauna verbunden ist? Die Gerichte und die Kommission lassen hierzu verbindliche Antworten vermissen. Dieses Buch will diese Lücke schließen. Es stellt erstmals praxisnah dar, wie sich der angesprochene Beweis mit den Mitteln der empirischen Ökonomie verwirklichen lässt: Über die „Willingness To Accept“ oder die „Willingness To Pay“ der Verbraucherinnen und Verbraucher, ermittelt durch „Surveys“. Dabei veranschaulicht es, warum die „Contingent Valuation Method“ das Mittel der Wahl ist und wie sich viele Formen von „Bias“, die mit dieser Methode regelmäßig verbunden sind, vermeiden lassen – damit die erhobenen ökonomischen Werte und die Saldierung der jeweiligen ökonomischen Vor- und Nachteile auch den Maßstäben der europäischen Gerichte standhalten können. Das Werk verbindet Recht und Ökonomie und macht ein abstraktes Rechtsproblem handhabbar. Es richtet sich an Anwältinnen und Anwälte, an Gerichte und an Unternehmen, die Teil des Grünen Deals werden wollen, aber das eingangs angesprochene Kartellrisiko scheuen. Am Ende steht ein klarer Appell an die Kommission: Sie sollte endlich verbindliche Leitlinien erstellen – nur so lassen sich Unternehmen wirklich animieren, im Sinne des Grünen Deals zu handeln. Ein unverzichtbares Werk für all diejenigen, die Kartellrecht und Klimaschutz zusammendenken.

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