Von intellektuellen Kriegen und Gelehrtengerichten
Zur Konventionalität der humanistischen >imitatio< im Streit zwischen Lorenzo Valla und Poggio Bracciolini
De Gruyter
ISBN 978-3-11-132340-4
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Hardcover
2023
Format (B x L): 17 x 24.3 cm
Gewicht: 834
Verlag: De Gruyter
ISBN: 978-3-11-132340-4
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Transformationen der Antike
Produktbeschreibung
Der in der Mitte des 15. Jahrhunderts an der römischen Kurie ausgetragene Streit zwischen den beiden Humanisten Lorenzo Valla (1406-1457) und Poggio Bracciolini (1380-1459) gehört zu den bedeutendsten Literaturdebatten der Vormoderne. Insgesamt acht Invektiven richteten beide Gelehrte gegeneinander und forderten jeweils die soziale Ächtung des anderen. Primärer Gegenstand der Auseinandersetzung bildeten ihre unterschiedlichen Auffassungen der lateinischen Sprache, was in der sich noch in der Experimentierphase befindlichen humanistischen Bewegung auf große Resonanz stieß. Ihre Mitglieder sahen sich zu einer öffentlichen Positionierung genötigt und beteiligten sich mitunter selbst an dem Disput. Die Studie bietet die erste systematische Untersuchung des Streits und arbeitet einerseits die divergenten literarischen Nachahmungsverständnisse der beiden Opponenten und andererseits die sozio-literarische Konfiguration des Disputs heraus, der die gesamte humanistische Bewegung mobilisierte. Der Beitrag beleuchtet einen durch den Streit ausgelösten Ausdifferenzierungsprozess, der für die Stabilisierung des Humanismus sowohl als eigenständiges soziales Feld als auch als Gedankengebäude von immenser Bedeutung war
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