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Stößinger

Erschienen: 31.07.2026

Zur marxistischen Beurteilung religiöser Musik

Von urgeschichtlicher Kultmusik bis zum Gospelsong

Kovac, J

ISBN 978-3-339-15040-0

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 364 S.

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 448

Verlag: Kovac, J

ISBN: 978-3-339-15040-0

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Studien zur Musikwissenschaft; 61

Produktbeschreibung

Dieses Buch enthält einen spezifischen Beitrag zum Thema „Musik und Religion“. Marxistische Musikwissenschaftler hielten trotz ihrer atheistischen Einstellung religiöse Musik keineswegs für wertlos. Sie würdigten durchaus etliche religiöse Musikwerke bei aller Schärfe ihrer Religionskritik. Im Gegensatz zu Vertretern der Proletkult-Bewegung setzten sie sich sehr detailliert mit der Geschichte religiöser Musik auseinander. In dieser Monographie werden ausgewählte Urteile über Musikkulturen, Musikrichtungen und Werke aus der nicht-christlichen Kultmusik, der Kirchenmusik und der geistlichen Musik präsentiert. Im ersten Teil werden Begriffe, Kriterien, theoretische und ideologische Positionen geklärt. Im zweiten Teil werden im Durchgang durch die Musikgeschichte nicht nur alle Weltreligionen in den Blick genommen. Das untersuchte Spektrum reicht weit darüber hinaus. Einbezogen in ein sehr weit gefasstes Religionsverständnis wird auch die Musikpraxis mit Bezügen zu Magie, alten Kulten und diversen Mythologien. Die Analyse beginnt bei urgeschichtlicher Kultmusik und klingt mit Urteilen über religiöse Musikwerke aus dem 20. Jahrhundert aus. Ein Hauptinteresse marxistischer Musikwissenschaftler lag im Suchen nach dem Erbe humanistischer Traditionen in religiöser Musik. Darüber hinaus setzten sie einen besonderen Akzent auf die Pflege dieses Erbes. Ihr Ausgangspunkt lag im sozialistischen Humanismus und im sozialistischen Realismus. Mögliche propagandistische Absichten in religiösen Musikwerken und auch in Urteilen marxistischer Autoren sind ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. In gewisser Hinsicht ist das vorliegende Buch eine größtenteils abgeschlossene Geschichte religiöser Musik, sofern sie eingebettet war in einen marxistischen Beurteilungsrahmen. In der vorliegenden Analyse zeigt sich auch, dass die Aufarbeitung marxistischer Musikgeschichte noch nicht erledigt ist. Die Lektüre dieses Buches eröffnet im Blick auf bekannte Musikwerke gegebenenfalls neue Perspektiven für Musikwissenschaftler, Musikkritiker, Musiker, Kirchenmusiker, Dirigenten, Musik- und Religionspädagogen, Theologen aller Konfessionen und interessierte Laien. Auch Entdeckungen bisher noch nicht bekannter Werke aus dem Bereich religiöser Musik sind möglich.

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