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Sylwestrowicz

Practices of Cursing in the Letters of Paul

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200288-4

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

In englischer Sprache

Umfang: 256 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200288-4

Weiterführende bibliografische Daten

Produktbeschreibung

Filip Sylwestrowicz untersucht, wie der Apostel Paulus in seinem pastoralen Dienst Praktiken des Fluchens einsetzte. Er bietet drei Fallstudien zu Fluchpraktiken in der Antike, die einen komparativen Rahmen für die Analyse der paulinischen Briefe bilden. Diese Fallstudien umfassen Fluchtafeln ( defixiones ), Flüche auf Grabinschriften sowie Flüche in Initiations- und Ausschlussriten, die in den Schriftrollen vom Toten Meer überliefert sind. Gemeinsam tragen sie dazu bei, verschiedene Funktionen von Fluchpraktiken zu identifizieren, etwa die Markierung von Gemeinschaftsgrenzen, die Stärkung von Handlungsfähigkeit und den Schutz materieller wie immaterieller Güter. Vor diesem Hintergrund analysiert der Autor mehrere Passagen in den Briefen, in denen Paulus auf Fluchpraktiken Bezug nimmt. Im Verlauf der Analyse arbeitet der Autor Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem paulinischen Gebrauch von Flüchen und anderen antiken Fluchpraktiken heraus. Im Ergebnis wird deutlich, dass Paulus Flüche einsetzte, um seinen Einfluss in Zeiten der Abwesenheit zu steigern, wenn er die Probleme seiner Gemeinden nicht persönlich adressieren konnte. Zugleich nutzte er sie zum Schutz seiner Heilsbotschaft und zur Durchsetzung eines am Kreuz Christi orientierten Verhaltens unter den Christusgläubigen. Gleichzeitig ordnete Paulus den Gebrauch von Flüchen seinem übergeordneten Ziel unter, die Glaubensgemeinde nach dem Vorbild Christi zu gestalten. So fordert er die Christusgläubigen beispielsweise auf, ihre Verfolger nicht zu verfluchen, da solche Flüche als Akte der Vergeltung fungieren und mit der Berufung zur Nachfolge Christi unvereinbar wären.
Filip Sylwestrowicz examines how the apostle Paul employed practices of cursing in his pastoral ministry. He offers three case studies of cursing in antiquity that establish a comparative framework for an analysis of the Pauline letters. These case studies include curse tablets ( defixiones ), epitaph curses, and curses in rites of initiation and expulsion preserved in the Dead Sea Scrolls. Together, they help to identify various functions of cursing practices, such as marking the boundaries of communities, enhancing agency, and protecting material and immaterial objects. Against this background, the author analyses several passages in Paul's letters in which he refers to practices of cursing. In the course of the analysis, similarities and differences between Paul's use of curses and other ancient cursing practices are identified. The author concludes that Paul employed curses to enhance his agency when he was absent and unable to address the problems of his churches in person. He also used them to protect his gospel and to enforce cruciform conduct among Christ-followers. At the same time, Paul subordinated the use of curses to his overriding goal of conforming believers in Christ. For example, he urges Christ-followers to refrain from cursing their persecutors, since such curses would function as acts of vengeance and would be incongruous with the call to follow Christ.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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