Townsend

Ethnicity and Sacrifice in the Early Christian World

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-161783-6

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

In englischer Sprache

Umfang: 260 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-161783-6

Weiterführende bibliografische Daten

Produktbeschreibung

Philippa Townsend argumentiert, dass sich die frühchristlichen Vorstellungen von Opfer im Kontext einer weit verbreiteten diskursiven Verknüpfung zwischen Ethnizität und Opfer in antiken mediterranen Texten entwickelten. Sie zeigt, dass dem Opfer eine tiefgreifende Wirksamkeit bei der Abgrenzung zwischen ethnischen Gruppen sowie bei der Schaffung, Erhaltung und manchmal auch Zerstörung von Geschlechtern und Völkern zugeschrieben wurde. Die Autorin konzentriert sich auf eine Reihe von Fallstudien vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr., die jüdische, christliche, mittelplatonische und neuplatonische Traditionen umfassen, darunter das Buch der Jubiläen, den Hebräerbrief des Neuen Testaments, das Judas-Evangelium sowie die Werke von Justin dem Märtyrer, Celsus, Origenes, Porphyrios, Iamblichos und Kaiser Julian. Die Studie zeigt, wie diese Autoren je nach ihrem eigenen sozialen, politischen und theologischen Kontext auf unterschiedliche Weise opferbezogene und ethnische Rhetorik einsetzten, um verschiedene Vorstellungen von Volkszugehörigkeit in einem sich wandelnden imperialen Kontext zu artikulieren. Dieser Zusammenhang zwischen ethnischer und opferbezogener Argumentation war grundlegend für die Entwicklung der Identität der frühen Christen, ihrer Opfertheologien, ihrer Entwicklung eines antijüdischen Supersessionismus und ihrer Reaktionen auf das Imperium. Weit davon entfernt, Opfer oder ethnische Selbstdefinition abzulehnen oder zu spiritualisieren, betrachteten viele frühe Christen das Opfer als ein wirkungsvolles Mittel, um ihr eigenes Volksbewusstsein innerhalb der ethnischen Landschaft des Römischen Reiches zu etablieren und aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus hat die Rhetorik von Universalismus und Partikularismus, Geist und Fleisch, Blut und Samen, Barbarei und Zivilisation, die diese antiken Debatten über Opfer und Ethnizität prägte, entscheidend zur Ausbildung moderner Vorstellungen von "Rasse" und Religion beigetragen.
Philippa Townsend argues that early Christian ideas about sacrifice were developed within the context of a widespread discursive association between ethnicity, race and sacrifice in ancient Mediterranean texts. She demonstrates that sacrifice was understood to be deeply effective in boundary-making between ethnic groups and in the creation, sustenance, and sometimes destruction, of lineages and peoples. The author focuses on a series of case studies from the second century BCE to the fourth century CE, across Jewish, Christian, Middle Platonist, and Neoplatonist traditions, including the book of Jubilees , the New Testament Letter to the Hebrews, the Gospel of Judas , and the works of Justin Martyr, Celsus, Origen, Porphyry, Iamblichus, and the Emperor Julian. The study demonstrates how these authors deployed sacrificial and ethnic rhetoric in distinctive ways depending on their own social, political and theological contexts, in order to articulate various conceptions of peoplehood within a changing imperial context. This nexus between ethnic and sacrificial reasoning was fundamental to the development of early Christians' identity, their sacrificial theologies, their development of anti-Jewish supersessionism, and their responses to empire. Far from rejecting or spiritualizing sacrifice or ethnic self-definition, many early Christians viewed sacrifice as a powerful mode of establishing and perpetuating their own sense of peoplehood within the ethnic landscape of the Roman Empire. Furthermore, the rhetoric of universalism and particularism, spirit and flesh, blood and seed, barbarism and civilization that animated these ancient sacrificial and ethnic debates has contributed decisively to modern conceptions of race and religion.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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