Voges

Markenrechte an Kulturgütern

Möglichkeiten und Auswirkungen der markenspezifischen Kommodifizierung

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200266-2

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 320 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200266-2

Produktbeschreibung

For decades, it has been possible to observe that both private companies and public institutions have registered culturally significant assets as trademarks. Through registration and use as a trademark, the cultural asset is instrumentalized for commercial purposes, usually with a strong consumer focus. Victoria Voges examines whether trademark law, in its current form, grants overly far-reaching exclusive rights shaped by commercial interests. She demonstrates that the legal protection of cultural-asset trademarks has adverse effects on the cultural asset itself as well as on culture as a whole. These effects are not only undesirable from a perspective of cultural studies; legally enshrined culture-related principles-especially those deriving from the state's responsibility for culture-also argue against granting protection. Trademark law neither comprehensively prevents nor sufficiently limits the negative effects on the original cultural asset and on culture as a mechanism. Rather, the specific design of trademark law and developments observed in recent years lead to a more rapid devaluation of the cultural assets concerned. This cultural problem could most plausibly be addressed by integrating it into the ground for refusal based on a violation of public policy (§ 8(2) no. 5, alternative 1 MarkenG) and dealing with it on that basis. The state's responsibility for culture can be classified as a constitutional principle and thus as part of public policy. Methodologically, the author draws in particular on cultural-semiotic explanatory models.
Seit Jahrzehnten lässt sich beobachten, dass sowohl private Unternehmen als auch öffentliche Einrichtungen kulturell bedeutsame Güter für sich als Marken eintragen lassen. Durch die Eintragung und Nutzung als Marke wird das Kulturgut zu kommerziellen Zwecken mit zumeist starkem Konsumbezug instrumentalisiert. Victoria Voges untersucht, ob das Markenrecht in seiner derzeitigen Ausgestaltung zu weitreichende, kommerziell geprägte Ausschließlichkeitsrechte gewährt. Sie kann belegen, dass der rechtliche Schutz von Kulturgütermarken nachteilige Auswirkungen auf das Kulturgut selbst sowie auf die Kultur insgesamt hat. Diese Auswirkungen sind nicht nur aus kulturwissenschaftlicher Perspektive unerwünscht. Rechtlich verankerte Grundsätze mit Kulturbezug, wie sie sich insbesondere aus der Kulturverantwortung des Staates ergeben, sprechen ebenfalls gegen die Schutzgewährung. Die negativen Effekte auf das ursprüngliche Kulturgut und die Kultur als Mechanismus werden markenrechtlich weder umfassend verhindert noch hinreichend begrenzt. Die konkrete Ausgestaltung des Markenrechts sowie die in vergangenen Jahren zu beobachtende Entwicklung führt vielmehr zu einer schnelleren Entwertung der betroffenen Kulturgüter. Diese kulturelle Problematik könnte am ehesten in das Schutzhindernis des Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung nach dem MarkenG integriert und hierüber bewältigt werden. Die staatliche Kulturverantwortung lässt sich als Prinzip von Verfassungsrang und damit als Teil der öffentlichen Ordnung einordnen. Methodisch greift die Autorin insbesondere auf kultursemiotische Erklärungsmodelle zurück.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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