Wacker

Strafbare Beleidigung und Volksverhetzung im Fußballsport

Kovac, J

ISBN 978-3-339-15094-3

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 178 S.

Format (B x L): 14,8 x 21 cm

Gewicht: 228

Verlag: Kovac, J

ISBN: 978-3-339-15094-3

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Strafrecht in Forschung und Praxis; 442

Produktbeschreibung

Das Fußballstadion ist einer der unmittelbarsten öffentlichen Räume der Gegenwart. Woche für Woche treffen dort Zehntausende Zuschauer aufeinander, ihre Emotionen entladen sich in Sprechchören, Bannern und Zurufen, die zwischen Fankultur, Provokation und Strafbarkeit changieren. Die vorliegende Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen derartige Äußerungen im Fußballkontext den Tatbestand der Beleidigung nach § 185 StGB oder der Volksverhetzung nach § 130 StGB erfüllen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Kommunikation im Stadion eigenen Regeln folgt, die sich nicht ohne Weiteres in die allgemeinen strafrechtlichen Kategorien übertragen lassen. Die Arbeit analysiert systematisch, wie Äußerungen gegenüber Spielern, Schiedsrichtern, gegnerischen Fans oder ganzen Fangruppen strafrechtlich einzuordnen sind, und wo die grundrechtlich geschützte Meinungsfreiheit sowie die Eigenlogik der Fankultur einer Strafbarkeit entgegenstehen können. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf wechselseitigen Beleidigungen zwischen rivalisierenden Fangruppen und der damit verbundenen Frage nach § 199 StGB. Ergänzend werden die Besonderheiten der Anwendung des Territorialitätsprinzips (§§ 5, 7 StGB) bei grenzüberschreitend ausstrahlenden Äußerungsdelikten im Fußballkontext untersucht. Die Untersuchung verbindet eine dogmatisch präzise Tatbestandsanalyse mit einer Auswertung der einschlägigen, in den letzten Jahren zunehmend praxisrelevanten Rechtsprechung. Sie richtet sich an Wissenschaft und Praxis gleichermaßen, insbesondere an Strafverteidiger, Staatsanwaltschaften und Gerichte, die mit Verfahren aus dem Fußballumfeld befasst sind, sowie an Verbände und Vereine, die sich mit den rechtlichen Grenzen von Fankultur auseinandersetzen. Die Arbeit wurde von der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam als Dissertation angenommen.

Autorinnen und Autoren

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