Weinberg

Selbstbestimmte Identität

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200031-6

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Hardcover

2026

Umfang: 346 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200031-6

Produktbeschreibung

Wer sich vor Gericht auf seine Identität beruft, will seinem Anliegen Gewicht verleihen. Doch was bedeutet Identität im Recht? Nils Weinberg untersucht, warum und in welcher Form das Recht dem Einzelnen Identität zuschreibt, und zeigt, dass dieses Argument erst im Antidiskriminierungsrecht systematisch fassbar wird. Dort wird Identität anhand der Kategorien Geschlecht , Religion und Behinderung zugleich als verfügbar und unverfügbar behandelt. Ausgehend von der Rechtsprechung zu personenstandsrechtlichen Geschlechtseinträgen, transgeschlechtlichen Ansprüchen im Sozial- und Krankenversicherungsrecht, religiöser und queerer Identität im Flüchtlingsrecht sowie zum Diskriminierungsverbot wegen Behinderung wird eine innere Spannung sichtbar: Die Kategorien, die das Individuum schützen sollen, begrenzen es zugleich. Diese Dialektik Identität als Widerspruch ist die Bedingung dafür, dass das Recht Freiheit gewähren kann. In Anlehnung an Hegels Freiheitsbegriff entwickelt der Autor eine Konzeption rechtlicher Identität als „Form der Freiheit" des liberalen Antidiskriminierungsrechts. Freiheit bedeutet nicht Willkür, sondern Selbstbestimmung im Verhältnis zu Anderen. Damit Freiheit nicht erstarrt und zur Unfreiheit wird, muss das Recht seine Kategorien dynamisieren ohne sie der Beliebigkeit preiszugeben.
When individuals invoke their identity in court, they seek to strengthen their claims but what does "identity" mean in legal terms? This study explores why and how law ascribes identity to individuals, arguing that the concept becomes theoretically coherent only within anti-discrimination law. Examining the categories of gender , religion , and disability , it shows that the law treats identity as both mutable and immutable. Drawing on case law from gender registration, health and social insurance claims of transgender persons, recognition of queer and religious refugees, constitutional protection of religion, and disability rights, the author uncovers a fundamental contradiction: the very categories meant to protect individuals also define and limit them. Through an immanent critique and a systematic dialogue with Hegel's theory of freedom and "second nature", the study conceptualises identity as both contradiction and form of freedom. Legal identity, understood in this dialectical sense, is the condition for self-determination within liberal anti-discrimination law. The author concludes that only a dynamic-yet not arbitrary-treatment of legal categories can sustain freedom without dissolving its normative coherence.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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