Weiner

Erschienen: 03.02.2026

SLAPPs – Strategische Klagen gegen öffentliche Beteiligung

Eine internationalprivatrechtliche Untersuchung grenzüberschreitender Einschüchterungsklagen

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200164-1

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 422 S.

Format (B x L): 15,5 x 23,2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200164-1

Produktbeschreibung

Madeleine Petersen Weiner examines strategic lawsuits against public participation (SLAPPs) in a cross-border context. Such actions are not aimed at enforcing subjective rights; rather, they are intended to intimidate journalists, activists, or NGOs through the burdens of civil proceedings and to deter them from further critical reporting. This produces a chilling effect that impairs individual rights and weakens democratic accountability mechanisms. In what ways does private international law facilitate such abusive litigation and what counter-strategies should be considered? In particular, the mosaic approach developed by the CJEU enables claimants to sue in any state where a statement can be accessed. As a result, those affected can scarcely predict where they may be sued and which law will apply. The EU's recently adopted Anti-SLAPP Directive has so far addressed this problem only incompletely. The author develops a reform proposal to curb SLAPPs across the three pillars of private international law: international jurisdiction, applicable law, and the recognition and enforcement of judgments. She argues for a uniform regulatory regime oriented toward the injured party's center of main interests . In this way, she increases legal certainty and reduces the potential for strategic abuse.
Madeleine Petersen Weiner untersucht strategische Klagen gegen öffentliche Beteiligung (SLAPPs) im grenzüberschreitenden Kontext. Solche Klagen zielen nicht auf die Durchsetzung subjektiver Rechte, sondern sie sollen Journalisten, Aktivisten oder NGOs durch die Belastungen eines Zivilverfahrens einschüchtern und von einer weiteren kritischen Berichterstattung abhalten. Dies führt zu einem chilling effect, der individuelle Rechte beeinträchtigt und demokratische Kontrollmechanismen schwächt. Auf welche Weise begünstigt das Internationale Privatrecht eine solche missbräuchliche Prozessführung und welche Gegenstrategien kommen in Betracht? Insbesondere die vom EuGH entwickelte Mosaiktheorie eröffnet Klägern die Möglichkeit, in jedem Staat zu klagen, in dem eine Äußerung abrufbar ist. Für Betroffene wird dadurch kaum kalkulierbar, wo sie in Anspruch genommen werden und welches Recht zur Anwendung kommt. Die jüngst erlassene Anti-SLAPP-Richtlinie der EU adressiert diese Problemlage bislang nur unvollständig. Die Autorin entwickelt einen Reformvorschlag zur Eindämmung von SLAPPs anhand der drei Ebenen des internationalen Privatrechts: internationale Zuständigkeit, anwendbares Recht sowie Anerkennung und Vollstreckung. Sie plädiert für ein einheitliches Regelungsregime, das sich am Interessenmittelpunkt des Geschädigten orientiert. Damit schafft sie mehr Rechtssicherheit und verringert das strategische Missbrauchspotenzial.

Autorinnen und Autoren

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Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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