Otium
Historisch-semantische Studie eines aristokratischen Konzepts in Später Republik und Frühem Prinzipat
De Gruyter
ISBN 978-3-11-031490-8
Standardpreis
Bibliografische Daten
Fachbuch
Buch. Hardcover
2028
Umfang: 180 S.
Format (B x L): 15,5 x 23 cm
Verlag: De Gruyter
ISBN: 978-3-11-031490-8
Weiterführende bibliografische Daten
Das Werk ist Teil der Reihe: Untersuchungen zur antiken Literatur und Geschichte
Produktbeschreibung
Otium ist als Distinktionsmerkmal im Konkurrenzkampf der römischen Aristokratie in den Blickpunkt der Forschung gerückt, ohne dass eine Differenzierung des Konzepts erfolgt. Die vorliegende umfassende historisch-semantische Analyse schlüsselt mittels close reading das sich wandelnde Bedeutungsspektrum von otium nach Autor, Gattung und Epoche auf. Dabei lassen sich ?Muße?, ?Friede? und ?Untätigkeit? als Hauptkategorien ausmachen, deren Gewichtung überraschend stark von der literarischen Gattungszugehörigkeit abhängig ist.
Daraus ergeben sich neue Perspektiven für die Bewertung aristokratischer Selbstdarstellung. Man kann durchaus von einer Entpolitisierung in der Begrifflichkeit von otium sprechen, nicht aber in der Funktion. Die politische Bedeutung im Sinne Ciceros verliert sich, aber das otium der Mußezeit kann zu einem Politikum werden, wenn die Beteiligten es so interpretieren. Analysiert wird der otium-Gebrauch vor allem von Cicero, Seneca, Plinius d.J., Sallust, Livius, Velleius, Tacitus, Horaz und Statius.
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