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Wriedt

Gottesfreundschaft

Studien zu Johann Joachim Spalding und der Neologie

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-170552-6

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

Umfang: 320 S.

Format (B x L): 11.3 x 18.1 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-170552-6

Produktbeschreibung

Markus Wriedt offers a critical rereading of the works of J. J. Spalding and other neological theologians of the eighteenth century, such as G. Leß, J. P. Miller, J. S. Semler, J. A. Nösselt, C. F. Bahrdt, J. J. Griesbach, W. A. Teller, and J. G. Töllner. The author re-examines these unjustly forgotten writings, based on critical editions that are now available. Behind the linguistic aesthetics of the late 18th century, the precision and clarity of argumentation of neological theology comes to the fore. The author traces the intensive formation process of confessional theology in modernity and links it to systematic perspectives on current debates about secularization, individualization, and fragmentation. The concept of a "friendship with God" is central: as an everyday pattern of interpretation, it replaces traditional concepts such as grace or Christlikeness and describes the relationship with God in analogy to human friendship. Bliss appears as a rationally and emotionally verifiable criterion of religious truth. The author shows that neology does not represent a radical break with tradition, but rather a cautious transformation of Lutheran and pre-confessional traditions. Through close textual analysis, idiosyncrasies, discursive positions, further research questions arise and new perspectives for a continued (interdisciplinary) theological historiography emerge.
In sieben Studien unterzieht Markus Wriedt die Werke J. J. Spaldings sowie weiterer neologischer Theologen des 18. Jahrhunderts darunter G. Leß, J. P. Miller, J. S. Semler, J. A. Nösselt, C. F. Bahrdt, J. J. Griesbach, W. A. Teller und J. G. Töllner einer kommentierenden Relektüre. Die zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Schriften werden auf der Grundlage nun zugänglicher kritischer Editionen neu erschlossen. Dabei tritt hinter der sprachlichen Ästhetik des ausgehenden 18. Jahrhunderts die Präzision und argumentative Klarheit der neologischen Theologie hervor. Der Autor zeichnet den intensiven Formationsprozess konfessioneller Theologie in der Moderne nach und verbindet ihn mit systematischen Perspektiven auf gegenwärtige Debatten um Säkularisierung, Individualisierung und Fragmentierung. Der Begriff der „Gottesfreundschaft" bündelt das zentrale Motiv: Als alltagsnahes Deutungsmuster ersetzt er traditionelle Begriffe wie Gnade oder Christusförmigkeit und beschreibt das Gottesverhältnis in Analogie menschlicher Freundschaft. Glückseligkeit erscheint dabei als rational wie emotional prüfbares Kriterium religiöser Wahrheit. Der Autor zeigt, dass die Neologie keinen radikalen Traditionsbruch vollzieht, sondern eine behutsame Transformation lutherischer und vorkonfessioneller Überlieferungen leistet. Durch textnahe Analysen werden Eigenarten, Diskurspositionen und offene Forschungsfragen sichtbar und Perspektiven für eine weiterführende, auch interdisziplinäre Theologiegeschichtsschreibung eröffnet.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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