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Youssef

Egypt from Judgement to Blessing in Isaiah 19

Mohr Siebeck

ISBN 978-3-16-200268-6

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Bibliografische Daten

Fachbuch

Buch. Softcover

2026

In englischer Sprache

Umfang: 350 S.

Format (B x L): 15.5 x 23.2 cm

Verlag: Mohr Siebeck

ISBN: 978-3-16-200268-6

Weiterführende bibliografische Daten

Das Werk ist Teil der Reihe: Forschungen zum Alten Testament 2. Reihe

Produktbeschreibung

Medhat Nady Youssef analysiert das Ägypten-Motiv in der rhetorischen Anlage von Jesaja 19 und seine Anwendung in ägyptischen Kontexten. Jesaja 19 gehört zu den Orakeln gegen die Nationen (Jes 13-23), in denen fremde Nationen im Allgemeinen als Objekte göttlichen Gerichts dargestellt werden. Jesaja 19 zeichnet sich jedoch durch einen deutlichen rhetorischen Wechsel zwischen seinem ersten Teil (V. 1-17) und seinem zweiten Teil (V. 18-25) aus. Während der erste Abschnitt das Gericht (V. 1-15) und den Fluch (V. 16-17) über Ägypten verkündet, zeichnet der letzte Abschnitt ein Bild von einer Zukunft, die von Segen, Erlösung und Inklusion geprägt ist. Youssef wendet die rhetorische Kritik der Hebräischen Bibel als primäre Methode an, ergänzt um Einsichten aus der arabischen Rhetorik. Er fragt: Wie funktioniert das Ägypten-Motiv rhetorisch in Jesaja 19 als Ganzes? Die Analyse zeigt, dass Ägypten als zentrales Motiv dient und gleichzeitig als Metapher, als Spiegel und als strukturelles Mittel innerhalb einer Rhetorik der Verstrickung fungiert, die Gericht, Fluch und Segen zu einem kohärenten Gedicht verbindet. Diese rhetorische Strategie trägt ein einziges, übergreifendes Thema: Vertrauen in JHWH statt Vertrauen in Ägypten. Angesichts der anhaltenden Bedeutung von Jesaja 19 im religiösen, soziopolitischen und kulturellen Diskurs Ägyptens verfolgt Youssef auch dessen Rezeption von der Antike bis zur Gegenwart, wobei er besonderes Augenmerk auf dessen rhetorische Verwendung im heutigen Ägypten legt, unter anderem während des ägyptischen Arabischen Frühlings.
Medhat Nady Youssef analyzes the Egypt motif in the rhetoric of Isaiah 19 and its application in Egyptian contexts. Isaiah 19 belongs to the Oracles Against the Nations (Isa 13-23), where foreign nations are generally portrayed as objects of divine judgment. Yet Isaiah 19 is distinguished by a marked rhetorical shift between its first unit (vv. 1-17) and its second (vv. 18-25). Whereas the opening section proclaims judgment (vv. 1-15) and curse (vv. 16-17) against Egypt, the concluding section envisions a future characterized by blessing, salvation, and inclusion. Youssef employs rhetorical criticism of the Hebrew Bible as his primary method, supplemented by insights from Arabic rhetoric. He asks: How does the Egypt motif function rhetorically in Isaiah 19 as a whole? The analysis demonstrates that Egypt serves as the central motif, functioning simultaneously as a metaphor, a persuasive mirror, and a structural device within a rhetoric of entrapment that integrates judgment, curse, and blessing into a coherent poem. This rhetorical strategy advances a single overarching theme: trust in YHWH rather than reliance on Egypt. Given the enduring significance of Isaiah 19 in Egyptian religious, sociopolitical, and cultural discourse, Youssef also traces its reception from antiquity to the present, with particular attention to its rhetorical use in modern Egyptian contexts, including the Egyptian Arab Spring.

Autorinnen und Autoren

Produktsicherheit

Hersteller

Jana Trispel

Wilhelmstraße, 18
72074 Tübingen, DE

trispel@mohrsiebeck.com

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